Der Film „Solo Sunny“ mit Renate Krößner in der Hauptrolle und in der Regie von Konrad Wolf war ein großer Erfolg in der DDR und international. Bei der Berlinale 1980 gewann Renate Krößner wenige Wochen nach Erscheinen des Films den Silbernen Bären. Dieser Film prägte neben „Die Legende von Paul und Paula“ das Lebensgefühl einer ganzen Generation in der ehemaligen DDR. Inspiriert vom Film „Solo Sunny“, der als Meilenstein des DEFA-Kinos gilt, hat die Schauspielerin Inga Bruderek ein Stück entwickelt: SOLO ohne SUNNY! Zu erleben ist das Stück am kommendenFreitag, d6. März, ab 19.30 Uhr im Haus des Gastes Waren.
Inga Bruderek ist dem Warener Publikum bereits durch vergangene Gastspiele zu Brigitte Reimann, Christa Wolf und Anna Seghers bekannt und begeistert durch ihr authentisches, intensives Spiel.
1980 kommt der Film „Solo Sunny“ in die Kinos der DDR. Die Hauptfigur des Films ist die Schlagersängerin Ingrid Sommer, die einen unabhängigen künstlerischen Weg gehen will. Ihr berufliches Streben scheitert an den Strukturen ihrer Zeit. Doch obwohl ihre Sehnsucht nach Liebe keine Erfüllung findet, gibt sie nicht auf.
Elke Mark ist von der Hauptdarstellerin des Films so beeindruckt, dass sie ihre 1980 geborene Tochter Sunny nennt – Sunny Mark. Sie will der Tochter alle Möglichkeiten geben, die ihr selbst verwehrt blieben. Sie lässt sie Tanz- und Gesangsunterricht nehmen und ermöglicht ihr den Weg in die Unterhaltungskunst. Jahre später trifft die erwachsene Sunny auf die gleichen Hierarchien und Strukturen, die sie in Abhängigkeit und Bevormundung bringen. Und wie einst ihr Idol versucht sie auszubrechen, immer auf der Suche nach dem Eigenem, dem Ursprünglichen.
In 45 Jahren seit Erscheinen des Films hat sich einiges geändert, aber die Fragen an das eigene Leben bleiben: Wie will, wie kann ich leben?
Ein Stück über die Lebensentwürfe von Frauen in Liebe, Beruf und Gesellschaft, über die Suche nach der eigenen Identität.











