Steigende Hautkrebsdiagnosen in Mecklenburg-Vorpommern

12. Juni 2023

Angesichts steigender Hautkrebsdiagnosen rät die Barmer in Mecklenburg-Vorpommern vor allem jungen Menschen, sich intensiver vor UV-Strahlung zu schützen. „Schon fünf Sonnenbrände bis zum 20. Lebensjahr erhöhen das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken, um 80 Prozent,“ sagt Henning Kutzbach, Landesgeschäftsführer der Barmer. Etwa 54.000 Menschen iMV erhielten laut Barmer-Daten im Jahr 2021 die Diagnose weißer Hautkrebs, im Jahr 2012 waren es noch rund 40.000. Das entspricht einem Anstieg von 35 Prozent innerhalb von zehn Jahren.

Dabei sind Frauen in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt etwas häufiger betroffen als Männer: Bei etwa 29.000 Frauen im Land wurde im Jahr 2021 weißer Hautkrebs diagnostiziert, bei den Männern waren rund 25.000 betroffen.

Neben dem weißen Hautkrebs wurden laut Barmer-Analyse im Jahr 2021 rund 11.200 Fälle von schwarzem Hautkrebs in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet (2012: rund 9.000). Er gilt als besonders gefährlich, da er über die Lymph- und Blutbahnen Metastasen streuen kann, während weißer Hautkrebs örtlich begrenzt bleibt. Beide Krebsarten werden durch UV-Strahlung begünstigt.

„Besonders Menschen mit einem helleren Hauttyp sollten achtsam sein, da sie ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs haben. Es ist daher ratsam, die Sonne gerade zur Mittagszeit so gut es geht zu meiden und sich mit langer, luftdurchlässiger Kleidung und einem Hut vor den UV-Strahlen zu schützen. Sonnencreme mit entsprechend hohem Lichtschutzfaktor ist unverzichtbar,“ sagt Kutzbach und rät Eltern, Kinder schon von klein auf an Sonnenschutzmaßnahmen zu gewöhnen: „An sonnigen Tagen sollte das Auftragen von Sonnencreme zu den morgendlichen Alltagsroutinen gehören.“

Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser lässt er sich behandeln. Gesetzlich Versicherte können deshalb ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre ein Hautkrebsscreening durchführen lassen. Barmer-Versicherte aus Mecklenburg-Vorpommern können sogar bereits ab 15 Jahren einen Haut-Check beim Dermatologen in Anspruch nehmen. Im Jahr 2021 nahmen rund 10 Prozent der gesetzlich versicherten Frauen und 8,1 Prozent der gesetzlich versicherten Männer ab 35 Jahren im Nordosten dieses Angebot wahr.


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