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Trauer und Wut über zerstörte Gedenkstätte

6. Juli 2018

Es fällt ihr schwer, darüber zu sprechen. Auch sechs Jahre nach dem tödlichen Unfall ihrer Tochter ist die Trauer übermächtig. Und in diese Trauer mischt sich bei Frau J. aus Torgelow am See jetzt auch Wut. Denn die kleine Gedenkstätte an jenem Baum, an dem ihre Jenni im April 2012 verunglückte, wurde zum wiederholten Mal komplett zerstört. Nicht von unbekannten Rowdys, sondern von einem Gemeindearbeiter.

„Ich pflege die Gedenkstätte sehr regelmäßig und versuche nach Möglichkeit auch, drumherum zu mähen. Dieses Mal war der Gemeindearbeiter schneller. Er hat keinerlei Rücksicht genommen und die Anpflanzungen und das Kreuz mutwillig kaputt gemacht“, berichtet die Müritzerin den Tränen nahe. Sie habe sich auch an das Amt Seenlandschaft gewandt, doch da scheine sich niemand zuständig zu fühlen. Deshalb will die trauernde Mutter jetzt Anzeige erstatten.

Denn nicht nur für sie ist diese liebevoll angelegte Gedenkstätte auf dem Weg nach Torgelow sehr wichtig. „Meine Enkelin kommt hier regelmäßig her. Jetzt versuche ich mit ihr andere Wege zu fahren, damit sie nicht sieht, was passiert ist“, erzählt die Torgelowerin. Ihre neunjährige Enkelin ist die Tochter der tödlich verunglückten Jenni, die kleine Stätte der Erinnerung ein Ort, an dem sie zusammen mit der Oma über ihre Mama spricht…

Fotos: Links: So sieht die Gedenkstätte am Baum normalerweise aus. Foto rechts: So sieht sie jetzt aus.

 


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