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Von schwimmenden Events und verrückten Veranstaltungen

13. Januar 2017

Das Müritzeum bekommt Zuwachs. Aber nicht in den Becken des Aquariums, sondern schwimmend auf dem Herrensee: Dort soll eine sogenannte Eventplattform entstehen. Aber nicht nur das, denn in den kommenden Jahren fließen in das NaturErlebniszentrum mehr als 1,1 Millionen Euro. Schon ab Montag kommender Woche bleiben die Türen für zwei Wochen geschlossen, um die ersten Pläne in Ruhe erledigen zu können.

Mue2Die 1,1 Millionen Euro müssen die Gesellschafter – die Stadt Waren und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte – aber nicht alleine stemmen. Das Land beteiligt sich großzügig mit 993 000 Euro Fördermitteln.

Viel Geld für ein Haus, das in diesem Jahr erst zehn Jahre alt wird. Doch im Technik-Zeitalter werden aus „erst“ zehn Jahren schnell „schon“ zehn Jahre. Und so ist die Technik im Haus längst veraltet, entspricht seit längerem nicht mehr dem aktuellen Standard und vor allem auch nicht den Anforderungen. Immerhin hat das Müritzeum 364 Tage im Jahr geöffnet.

Was fehlt ist zudem Platz für Veranstaltungen. „Wir bekommen regelmäßig Anfragen, können aber nur wenige bedienen“, so Chefin Andrea Nagel. Deshalb verschwindet der Shop links im Foyer. Mit einer großen Glastrennwand, die komplett geöffnet werden kann, entsteht ein Veranstaltungsraum für bis zu 60 Teilnehmer.

Für etwas kleinere Runden steht künftig ein Häuschen, platziert auf dem idyllischen Herrensee, zur Verfügung. Verbunden mit einem festen Steg haben dort etwa 30 Menschen Platz, „Schulkassengröße“, wie Architektin Andrea Lange es bezeichnet. Und Andrea Nagel ergänzt: „Unser Motto ist eben „Bildung mit Spaß.“

Ein weiteres Highlight: Das Forum, in dem bislang fünf große Bilder als Blickfang dienen. Künftig wird es dort eine 360 Grad-Präsentation geben. „Man steht dann als Besucher quasi mitten drin“, schwärmt die Chefin. Die Filme dafür, so Architektin Lange, müssen extra produziert werden.

Technik soll auch dem beliebten Ballonraum mehr Faszination bringen. Und schließlich wird in den Raum mit den „alten Buchenwälder“ investiert.

MueUnabhängig vom Müritzeum und seinen Gesellschaftern, aber irgendwie doch dazugehörig, bekommt seit Anfang des Jahres auch die einstige Gaststätte „Blaue Perle“ ein modernes Aussehen und vor allem einen komplett neuen Inhalt.
Betreiber sind seit einem Jahr die „Müritzfischer“ und die haben ein ganz großes Ziel: Regionale Produkte in den Vordergrund stellen. Und damit meinen sie nicht nur ihre Fische, sondern beispielsweise auch die Kartoffel aus dem Nachbardorf oder die Rübe vom Acker hinter der Stadtgrenze.

So richtig in die Karten gucken lassen wollte sich Geschäftsführer Jens-Peter Schaffran allerdings noch nicht: „Ein bisschen Spannung muss bleiben“, meinte er, erzählte dann aber doch, dass die neue Gaststätte“Fischers Küche“ heißen,  am 1. April eröffnen, 100 Plätze haben und ganztags Frühstück anbieten wird.

Natürlich stehe der Fisch im Vordergrund, bestätigte auch Chefkoch Robert Bluhm (Foto links). Er ist sozusagen ein Müritzer Jung. Aufgewachsen in Klocksin, tingelte der 31-Jährige nach der Ausbildung  in der Welt umher und hat sich für das neue Projekt im Müritzeum seine eigene Crew zusammengestellt.

Er freut sich auf das ganz normale tägliche Geschäft, aber auch auf Kochshows und „verrückte Veranstaltungen.“

Foto unten: Das sind die Bereiche, die demnächst im Müritzeum angepackt werden. Ganz links oben (blau) die neue Eventplattform.

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