„Frauen im geteilten Deutschland“ heißt eine Ausstellung, die vom 6. März bis Ende Mai im Stadtgeschichtlichen Museum zu sehen ist. Eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur von Clara Marz. Seit über drei Jahrzehnten ist die deutsche Teilung Geschichte. Dennoch existieren immer noch viele Klischees, die Frauen aus Ost- und Westdeutschland zugeschrieben werden. Die Westfrau wird oft entweder als „Heimchen am Herd“ oder als knallharte Karrierefrau beschrieben. Die Ostfrau hingegen wird als tough bezeichnet oder auch als Rabenmutter, weil sie ihre Kinder in die Krippe gibt. Sie gilt mal als Verliererin, mal als Gewinnerin der deutschen Einheit.
Die Liste der Zuschreibungen ist lang. Obwohl sie sich teilweise grotesk widersprechen, zeugen sie doch alle von der Überzeugung, man wisse genau, wie DIE Ostfrau und DIE Westfrau eigentlich ticken. Vor allem eines scheint klar zu sein: Sie ticken alle gleich, aber im Vergleich zum anderen Teil Deutschlands sehr unterschiedlich. Woher kommen diese Zuschreibungen? Und was ist an ihnen dran?
Die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“, herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, will auf diese Fragen eine Antwort geben. Auf 20 Plakaten werden die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Frauen in der Bundesrepublik und der DDR der 1970er und 1980er Jahre dargestellt.
Es ist Anliegen der Ausstellung, die vielfältigen Erfahrungen von Frauen sichtbar zu machen und deren deutsch-deutsche Lebenswirklichkeiten mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden aufzuzeigen.
Im Rahmen der Ausstellung findet am 26. März 2026 eine Lesung in Kooperation mit der Europäischen Akademie MV statt. Ellen Händler und Uta Mitsching-Viertel stellen ihr Buch „Unerhörte Ostfrauen – Lebensspuren in zwei Systemen“ vor. Für dieses haben die beiden Autorinnen Interviews mit 36 Frauen geführt, die spannende Einblicke in deren Lebensgeschichten in der DDR, zur Wendezeit und in der Bundesrepublik geben.
Ausstellung vom 6. März bis 29. Mai 2026
Montag bis Freitag 9.00 – 16.00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage 14.00 – 17.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.
„Unerhörte Ostfrauen – Lebensspuren in zwei Systemen“
Lesung mit Ellen Händler und Uta Mitsching-Viertel
Donnerstag, 26. März 2026, um 17.00 Uhr im Stadtgeschichtlichen Museum (Rathaussaal)
Der Eintritt ist frei.











