
Mit gut 370 000 Tonnen bzw. 49,5 Prozent stellten Haus- und Sperrmüll auch im Jahr 2021 den größten Anteil an den Haushaltsabfällen der Privathaushalte unseres Landes (2020: 50,2 Prozent). Pro Kopf wurden 230 Kilogramm Haus- und Sperrmüll eingesammelt. Das waren 6 Kilogramm weniger als 2020 (236 Kilogramm), aber 2 Kilogramm mehr als 2019 (228 Kilogramm je Einwohner).
Den zweitgrößten Anteil an den privaten Haushaltsabfällen im Land bildeten Wertstoffe (29,6 Prozent). Dazu gehören zum Beispiel Papier, Pappe, Karton, gemischte Verpackungen, Kunststoffe, Textilien und Glas. Die Pro-Kopf-Sammelmenge an Wertstoffen lag 2021 bei 137 Kilogramm und war damit etwas geringer als 2020 (139 Kilogramm je Einwohner), aber 5 Kilogramm über der Wertstoffmenge 2019 (132 Kilogramm je Einwohner).
Organische Abfälle waren die nach Aufkommen drittgrößte Abfallgruppe privater Haushalte (20,8 Prozent). Die Pro-Kopf-Sammelmenge dieser Bioabfälle (Biotonne und biologisch abbaubare Garten- und Parkabfälle) stieg seit dem Vor-Corona-Jahr kontinuierlich von 89 Kilogramm (2019) auf 94 Kilogramm (2020) und 97 Kilogramm je Einwohner im Jahr 2021.
Bundesweit stieg die Pro-Kopf-Menge an Haushaltsabfällen von 457 Kilogramm im Vor-Corona-Jahr 2019 auf 476 Kilogramm (2020) und erreichte 2021 einen vorläufigen Höchstwert mit 484 Kilogramm (2021). Im Vergleich dazu ist die leicht rückläufige Entwicklung im Mecklenburg-Vorpommern gegenüber 2020 erfreulich. Im Jahr 2021 lag das Aufkommen an zu entsorgendem Haushaltsabfall je Einwohnerin bzw. Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern 19 Kilogramm unter dem Bundesdurchschnitt.











Es wird Zeit den Müll pro Einwohner neu zu schätzen und dabei die Gelbe Tonne, Papiertonne , Kompost und Glasmüll zu berücksichtigen. Wir vermeiden Müll, trennen und kompostieren und trotzdem werden einem trotz Widerspruch Mülltonnen auf den Hof gestellt, obwohl die Bewohner nachweisbar nicht vor Ort sind und die vorhandenen Behälter ausreichen. Das ist unnötig, unschön und realitätsfern.