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Wo die Patienten nicht nur eine „Nummer“ sind

23. November 2016

Erst seit Anfang des Jahres Chefarzt der Chirurgischen Klinik des MediClin Müritz-Klinikums hat Dr. Methodi Jantschulev bereits seine eigene Handschrift an der Müritz hinterlassen. Und das in vielen Bereichen der Chirurgischen Klinik. Thema Nummer eins: Qualität bei der täglichen Arbeit in Verbindung mit mehr Transparenz.

„Jeder Patient, der sich bei uns einer Hernien-Operation unterzieht – egal ob Nabel-, Leisten oder Narbenbruch – wird qualitätsgesichert erfasst. Und zwar von der Vorbereitung über das OP-Verfahren bis hin zur Nachbetreuung“, erzählt der 53-Jährige, der in Sofia geboren wurde und seit über 30 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern lebt.

jantschEin Jahr nach den Operationen werden die Patienten noch einmal zur Kontroll-Untersuchung bestellt, was nach Auskunft des Experten mehrere Vorteile hat. „Wir erfassen somit auch, wie es den Patienten längere Zeit nach der OP ergangen ist, was uns viele neue Erkenntnisse bringt. Außerdem fühlen sich die Patienten ernst genommen und nicht abgestellt. Wir operieren nicht und sagen dann Tschüss, sondern kümmern uns auch noch Monate später“, berichtet Dr. Methodi Jantschulev, der auch Vorsitzender des Verbandes leitender Krankenhausärzte in Mecklenburg-Vorpommern ist und sich freut, dass die Klinik auch im Briefkopf jetzt das wichtige Qualitätssiegel tragen darf.

Die erfassten Daten fließen in ein umfangreiches System, auf das viele Ärzte Zugriff haben. So ist schnell zu erkennen, wie erfolgreich welche Methode und Behandlung bei welchem Krankheitsbild im Durchschnitt ist, was Mediziner bei der Entscheidung, wie sie einen Patienten behandeln, helfen kann.

Ebenfalls erfasst werden in der Klinik für Chirurgie in Waren die Qualität von Patienten mit Tumoren des Dickdarms und Magen. Auch diese Daten, die einem Magdeburger Institut ausgewertet werden, bringen wichtige Informationen für künftige Behandlungen. Gleiches gilt für die Erfassung hüftgelenknaher Brüche.

Doch nicht nur Dr. Methodi Jantschulev bringt frischen Wind in die Chirurgische Klinik. Der Chefarzt hat sich zudem junge Verstärkung geholt. Seit Anfang Oktober steht neben Oberarzt John Töpfer auch der 35-jährige Dr. Friedrich Krüger als Oberarzt an seiner Seite. Der junge Familienvater kommt vom Südstadtklinikum Rostock und hat das Müritz-Klinikum vor sechs Jahren während seiner Ausbildung schon kennengelernt. „Dr. Krüger bringt neue, moderne Methoden mit nach Waren, die unseren Patienten zugute kommen. Unter anderem ein minimalinvasives, sehr schonendes Verfahren zur Operation von Narbenbrüchen“, berichtet Chefarzt Jantschulev, der großen Wert darauf legt, junge Mediziner zu fördern und ihnen den Freiraum zu geben, den sie brauchen, um sich zu entwickeln.

Foto: Dr. Methodi Jantschulev und seiner neuer Oberarzt Dr. Friedrich Krüger.


2 Antworten zu “Wo die Patienten nicht nur eine „Nummer“ sind”

  1. Simo sagt:

    Nach meiner jahrzehntelangen dienstlichen Erfahrung hat die sogenannte Qualitätssicherung im Gesundheitswesen nicht nur jede Menge Zeit gekostet, die eigentlich den Patienten zugute kommen sollte, sondern auch dazu geführt dass die Qualität auf konstant niedrigem Level gehalten wird! Eben- wie von den Kassen gefordert- ausreichend und notwendig, nicht über das Maß des Notwendigen hinaus.Damit es nicht soviel kostet! Dass mit so einer Qualitätssicherung auch noch geworben wird kommt wohl eher einer Verhöhnung gleich! Wie wäre es denn, mal damit zu werben dass 50 Krankenschwestern mehr eingestellt wurden!? Damit die Überlebensrate der Patienten steigt! Das wäre dann echte Qualität. Untersuchungen darüber gibt es genug. Und nicht diese Augenwischerei mit den Zertifizierungen.So, das musste mal gesagt werden.

  2. w sagt:

    Das Warener Krankenhaus ist schon so eine Sache, besonders die Notaufnahme. Wird dort doch von einem jungen ausländisch Arzt mit fragmenthaftem Deutsch, der mehr als 48 Stunden auf den Beinen ist, verlangt, nach 3 oder 4 Minuten, die er pro Patient hat, zwischen sofort, heute, bald oder irgendwann nötig, zu unterscheiden. In meinem Fall promt falsch und hätte ich nicht die Kraft, die ich noch hatte, zusammengenommen, um Tacheles zu reden, es wäre wohl schlimm ausgegangen. Das Team in der Chirurgischen Klinik hat dann aber ganze Arbeit gemacht und die Schwestern – einfach vorbildlich. Zwar klappte nicht immer alles sofort perfekt, aber mit Freundlichkeit nimmt man das gern mal hin. Neben den genannten Ärzten sei auch Dr. Heilmann genannt, der auf mich, trotz der Endlosschichten, überbordender Qualtätszettelei und strengstem Finanzcontrolling, eben nach Art des Hauses, freundlich und kompetent wirkte und dessen Arbeit Ergebnis so ist, dass ich darüber gern schreibe.
    Danke, alles im Lot. Das muss auch mal gesagt werden.

    P.S. Wenn ich einen Wunsch frei hätte: ich wünschte mir, dass das eigentlich unbezahlbar wertvolle Personal nicht weiter rücksichtslos, wie in vielen Großbetrieben, verbrannt wird, nicht das einer nach dem Anderen selbst Patient bei Mediclin, dann mit Burnout im Ableger Röbel, wird.

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