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Zahl der Arbeitslosen an der Seenplatte im Februar gesunken

29. Februar 2020

„Der Arbeitsmarkt in der Mecklenburgischen Seenplatte hat im Wintermonat Februar wieder Fahrt aufgenommen. Im Vergleich zum Februar vor einem Jahr waren 1.396 Menschen weniger arbeitslos. Der Bedarf der Unternehmen an Mitarbeitern verharrt weiterhin auf hohem Niveau. Aber: Die Fachkräftesicherung wird zur größten Herausforderung der kommenden Jahre,“ sagte der Geschäftsführer der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Stephan Bünning.

Im Februar waren in der Seenplatte 11.985 Menschen ohne Job. 245 weniger als im Januar. Die Arbeitslosenquote liegt bei 9,1 Prozent. Im Februar 2019 lag die Quote bei 10,1 Prozent.

Der Geschäftsführer (operativ) der Neubrandenburger Arbeitsagentur Stephan Bünning: „Üblicherweise lassen in den Wintermonaten die wirtschaftlichen Aktivitäten allgemein nach und Neueinstellungen werden aufgeschoben. Anders in diesem Februar. Trotz Wintermonat Februar ist die Zahl der arbeitslosen Menschen von Januar auf Februar gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 1.396 Arbeitslose weniger.“

Zahlreiche Menschen in Weiterbildung

Der Arbeitsmarkt in der Seenplatte bietet laut Bünning noch viele Möglichkeiten zur Arbeitsaufnahme, insbesondere für Fachkräfte. „Das berücksichtigen wir bei der Förderung und unterstützen erforderlichenfalls arbeitslose Menschen – insbesondere Ungelernte – dabei, mit einer Qualifizierung wieder fit für den Arbeitsmarkt zu werden“, so Bünning. Im Februar starteten über 100 Menschen eine berufliche Weiterbildung. Insgesamt bilden sich 871 arbeitslose Frauen und Männer in einem von Arbeitsagentur oder Jobcenter finanzierten Weiterbildungslehrgang fort.

Dass dies in vielen Fällen notwendig ist, belegt Bünning mit einem Blick auf die Qualifikationsstruktur der Arbeitslosen: Drei von zehn Langzeitarbeitslosen im Landkreis haben keinen Berufsabschluss. Wenn dann auch noch ein Schulabschluss fehlt und weitere Vermittlungshemmnisse dazukommen, wird der Markt enger. „Ein fehlender Schulabschluss und ein fehlender Berufsabschluss in Verbindung mit langen Zeiten der Arbeitslosigkeit erweisen sich oft als die drei größten Hindernisse auf dem Weg zurück in Arbeit“, weiß Bünning.

Um den Fachkräftebedarf der Betriebe zu sichern, aber auch um das individuelle Risiko der Arbeitslosigkeit zu mindern, „fördern wir auch Unternehmen bei der Qualifizierung ihrer Beschäftigten“, betont Bünning.

Zu- und Abgänge

Insgesamt haben sich im Februar 846 Menschen nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos gemeldet. Das waren 833 weniger als im Vormonat und 245 weniger als im Februar 2019. 647 haben einen Arbeitsplatz gefunden. Das waren 58 mehr als im Januar und 71 weniger als im Februar 2019.

Die Arbeitslosenquote der Jüngeren ist um 0,7 Prozentpunkte zum Vorjahr gesunken. Damit liegt sie 2,3 Prozent über dem Wert der allgemeinen Quote.

Die Zahl der Älteren (50 Jahre und älter) sank im Vergleich zum Vorjahr um 664 auf 4.927. Die anteilige Arbeitslosenquote ist um 1,2 Prozentpunkte zum Vorjahr gesunken. Damit liegt sie leicht unter auf dem Niveau der allgemeinen Quote.

Im Februar konnten 4.102 Männer und Frauen mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen unterstützt werden. Darunter 1.100 Menschen, denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert wurde. 871 wurden in beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen fit für den Arbeitsmarkt gemacht.

2.500 offene Stellen

Aktuell gibt es 2.501 offene Stellen. Besonders gesucht werden Arbeitskräfte in Callcentern und der Zeitarbeit, im Baugewerbe sowie im verarbeiteten Gewerbe. Es folgen Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen und im Gastgewerbe.

Unternehmen in der Seenplatte, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen den Arbeitgeberservice telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber- Service-Rufnummer: 0800 4 5555 20.

Ausländerarbeitslosigkeit

Insgesamt sind 746 Ausländer arbeitslos gemeldet. Das sind 48 weniger als im Februar des Vorjahres. Etwa 60 Prozent der arbeitslos gemeldeten Ausländer lässt sich auf die Flüchtlingseffekte aus den sogenannten außereuropäischen Asylzugangsländern* zurückführen.

Derzeit sind Arbeitslosenquoten für Ausländer aufgrund der starken Zuwanderung verzerrt. Sie werden deshalb unterhalb der Bundesländerebene nicht ausgewiesen. Bis auf weiteres werden betroffene Werte daher nicht angezeigt („X“) bzw. insgesamt betroffene Zeilen oder Spalten ausgeblendet.

*Das Aggregat beinhaltet die 8 nichteuropäischen Herkunftsländer, deren Bürger/-innen in den letzten Jahren die meisten Asylerstanträge gestellt haben. Es umfasst folgende Länder: Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien.


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