Wenig Bewegung am Arbeitsmarkt in der Seenplatte im Februar. Nach einer im Vorjahresvergleich leicht positiven Entwicklung im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar etwas stärker gestiegen, als im Februar 2025. „Wir hatten dieses Jahr eine gute Entwicklung im Januar, die wir im Februar nicht fortsetzen konnten,“ so Andreas Wegner, Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur. „Die Ursachen hierfür sind vielschichtig“ so Wegner weiter. „Sowohl in der Baubranche als auch im Tourismusbereich hat das Wetter im Februar noch keine großen Aktivitäten zugelassen, so dass hier weitere saisonale Einstellungen nicht oder nur in geringerem Umfang erfolgt sind“, erläutert Andreas Wegner.
„Daneben sind im Januar und Februar verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen und Sprachkurse ausgelaufen, deren Absolventen – oft witterungsbedingt – noch nicht in eine Beschäftigung integriert werden konnten“, nennt Wegner einen weiteren Grund.
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Neubrandenburg im Februar 2026 gestiegen. 12.715 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 217 Personen mehr (1,7 Prozent) als im Januar und 244 Personen bzw. 2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 10 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 9,7 Prozent.
Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im Februar bei 14.624 Personen. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vormonat Januar (193 Personen bzw. 1,3 Prozent) und sank verglichen mit Februar 2025 (-132 Personen bzw. -0,9 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.952 Personen arbeitslos. Davon kamen 729 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.726 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 492 eine Erwerbstätigkeit auf.
Aber: Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeiter: 482 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (156 mehr als im Vormonat und 36 mehr als vor einem Jahr). „Das sind gute Signale aus den Unternehmen“ stellt Andreas Wegner heraus. „Die Betriebe in der Region haben weiterhin einen großen Bedarf an Arbeitskräften, das stimmt mich zuversichtlich, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten wieder sinken wird“, so Wegner weiter.
Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Baugewerbe, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 2.355 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Bürgergeld
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 556 (entspricht -5 Prozent) auf insgesamt 11.336. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 14.065 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 714 Personen weniger (-5 Prozent) als vor einem Jahr. Darüber hinaus sind auch 231 nichterwerbsfähige Leistungsberechtigte nicht mehr auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen.
Lage auf dem Ausbildungsmarkt
Im Bereich der Agentur für Arbeit Neubrandenburg waren bis Februar insgesamt 861 Interessierte als Bewerber für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet, darunter befanden sich 97 Jugendliche mit Migrationshintergrund. Von den 861 Bewerbern waren zahlenmäßig 211 Personen (20 Prozent) weniger als im Februar 2025 gemeldet.
Die regionalen Unternehmen haben bisher 1.105 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet (95 Stellen bzw. 8 Prozent weniger als vor einem Jahr). Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 80 Bewerber.
Vom 16. bis 20. März veranstaltet die Bundesagentur für Arbeit (BA) bundesweit die „Woche der Ausbildung“. Auch die Arbeitsagentur Neubrandenburg beteiligt sich mit Infoveranstaltungen, z.B. dem Infotag zu „Karriere in Uniform“ an dieser Aktionswoche. Darüber hinaus unterbreitet die Arbeitsagentur individuelle Angebote für Unternehmen und Ausbildungsplatzsuchende.
Unter dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen – Ausbildung klarmachen!“ werden in der „Woche der Ausbildung“ Unternehmen und junge Menschen zusammengebracht, um ihnen einen guten Start ins Berufsleben zu ermöglichen und Betriebe bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen. Insbesondere Unternehmen, die bislang wenig oder gar nicht ausgebildet haben, sollen darin bestärkt werden, ihre Ausbildungskapazitäten auszubauen. Zudem bietet ihnen die Aktionswoche die Chance, potenzielle Nachwuchskräfte für Ihren Betrieb zu gewinnen.
„Wer einen Ausbildungsplatz sucht und noch nicht im Kontakt mit der Berufsberatung ist, sollte umgehend einen Beratungstermin in der Agentur vereinbaren“, rät Andreas Wegner.
Weitere Informationen zur „Woche der Ausbildung“ : https://www.arbeitsagentur.de/k/ausbildungklarmachen











