Wer schon immer mal wieder das Wisent-Gehege auf der Halbinsel Damerower Werder besuchen wollte, hat nun mehrere Gründe, dies endlich einmal zu tun. Genauer gesagt: Nachwuchs- und gastronomische Gründe. Denn Wisentbulle Zweigel und seine Wisent-Damen Dabea und Dalea haben ganz jungen Nachwuchs. „Ein kleiner Bulle und eine kleine Wisentkuh“, berichtet Zuchtleiter Fred Zentner. Die kleinen Kälbchen, die am 29. Mai und 2. Juni kamen, folgen ihren Müttern im westlichen Gehege auf Schritt und Tritt und halten sich bei Fütterungen aber immer im Hintergrund. Denn bei den Wildrindern herrscht unter anderem zu den Fütterungszeiten mit Publikum eine strenge Hierarchie.
Erst darf der „Chef im Ring“ – also Zweigel – schnuppern und fressen, dann folgen die Wisentkühe und älteren Nachkommen und erst dann dürfen die Kälber an die Tröge. Das ist aber nicht so schlimm, denn der flinke kleine Nachwuchs wird ja noch gesäugt. Bulle Zweigel nimmt manchmal auch gern ein Sandbad, dann staubt es ordentlich auf der Halbinsel. Nachwuchs gibt es auch bei den Rothirschen, die hinter dem östlichen Wisentschaugehege leben.

Nach vielen Jahren hat auch der Betreiber der Gaststätte am Wisentgehege gewechselt. Wie Zentner erklärte, hat eine Tochtergesellschaft der Landesforst nun den Betrieb übernommen und will dort auch mehr regionale Produkte anbieten. Naturprodukte vom Honig bis zu Wildgerichten, erklärte er das Konzept. Nach den Erfahrungen der letzten Monate soll das auch ein Picknickangebot beinhalten. Der Ausflug lohnt sich auch mit Kindern, denn ein großer Spiel- und Kletterplatz bietet jede Menge Abwechslung.
Öffnungszeiten täglich 10 bis 18 Uhr
Fütterungen täglich 11 und 15 Uhr












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