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Wenn Warens Solesalz als Praline langsam am Gaumen schmilzt

24. November 2018

Wer Lust auf Schokolade hat, denkt dabei sicher nicht zuerst an salzigen Genuss. Sollte man aber. Denn in der Warener Schokoladenmanufaktur in der Langen Straße gibt’s ab kommender Woche eine ganz besondere Leckerei – Schokolade mit einem Hauch Warener Solesalz. Bürgermeister Norbert Möller durfte gestern schon einmal kosten und schwärmte: Exzellent!

Die gläserne Manufaktur „Kilian&Close“ hat im Stil eines alten Speichers Ende Mai in der einstigen „Poliklinik“ in Waren eröffnet, beschränkt sich aber nicht nur auf die Müritz-Region. Vielmehr haben Iveta Kilianova & Ciarán Seán Close ihr Unternehmen schon 2014 in Rostock gegründet und sich inzwischen sogar europaweit einen Namen gemacht. Heute werden von Waren aus rund 200 Geschäfte in ganz Europa beliefert. Und zwar nicht mit 0815-Schokolade, sondern mit international mehrfach ausgezeichneten Kreationen, die in Handarbeit aufwändig und mit viel Liebe hergestellt werden.

„Unsere Vision ist es, Schokolade auf ihre Ursprünglichkeit zurückzuführen. Eine sorgfältige Konzentration auf das, was eine tolle Schokolade ausmacht: nachvollziehbare Rezepturen, feinste Rohstoffe und Transparenz. Von der Auswahl der Bohnen, dem Rösten, Schälen und Brechen, über das Mischen und Conchieren, dem Tempieren und Gießen, bis hin zur Veredelung, vollziehen wir den gesamten Herstellungsprozess vor Ort in unserer Manufaktur in Waren“ so das Chocolatier-Duo, das inzwischen auch in Waren wohnt. Hin und wieder geht’s aber nach Rostock, wo alles anfing, denn dort befindet sich die Rösterei. Noch, denn die jungen Unternehmer sind in Waren auf der Suche nach geeigneten Räumen dafür.

Unterstützt werden sie dabei von der Wirtschaftsförderung der Stadt Waren, die auch bereits geholfen hat, dass Iveta Kilianova & Ciarán Seán Close ihre gläserne Manufaktur in Waren eröffnen können.

Die erste Saison schätzen Beide als sehr gut ein, obwohl der heiße Sommer nicht unbedingt dazu eingeladen hat, Schokolade zu kaufen. Dennoch: Sowohl Urlauber als auch Einheimische finden sich inzwischen unter den Stammkunden. „Viele Urlauber waren am Anfang ihrer Ferien hier, haben etwas gekauft, das sie mitnehmen wollten, und sind dann noch mal wiedergekommen, weil sie schon alles aufgegessen hatten“ erzählt Ciarán Seán Close. Zu den Rennern gehören in der gläsernen Manufaktur, in der man die Herstellung beobachten kann, die beiden Pralinen-Schachteln „Waren 1“ und „Waren 2“. Darin gibt’s verschiedene Kreationen, seit kurzem sogar eine, die den bekannten Müritz-Gin „intus“ hat.

Das Warener Sole-Salz, das die Stadtwerke aus rund 1500 Metern Tiefe holen und das unter anderem auch für Kosmetik verwendet wird, haben die „Schokoladen-Köche“ gleich ins Herz geschlossen.“ Es ist sehr interessant, hat etwas Mineralisches und bringt eine unvergleichliche Note. Nicht zu vergleichen mit Speisesalz“, so Iveta Kilianova. Genau das Richtige für die Manufaktur, denn die setzt auf natürliche und auch regionale Rohstoffe. Die genauen Zutaten der noch namenlosen Kreation wollten die Chocolatiers nicht verraten. Nur so viel: Statt Sahne wird Kokosmilch verwendet, um den Kakao geschmeidig zu machen.

Übrigens: Ob der Aufdruck, dass die Leckerbissen eine Woche nach dem Kauf verzehrt sein sollen, wohl wirklich ernst gemeint ist? Einmal ein Stückchen am Gaumen zergehen lassen und die Schachtel wird nicht mal einen Tag alt…


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