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Mecklenburgische Seenplatte: Hoffnung auf Inzidenz unter 100

12. Mai 2021

Während in großen Teilen des Landes Mecklenburg-Vorpommern bald die ersten Lockerungen im Zusammenhang mit dem Infektionsschutz in Kraft treten, müssen sich die Menschen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte weiter gedulden. Weil hier die Inzidenz noch nicht seit fünf Tagen ununterbrochen unter 100 liegt, können die vom Land angekündigten und im Bundes-Infektionsschutzgesetz festgelegten Erleichterungen noch nicht in Kraft treten. „Das betrifft uns derzeit beim Schulunterricht und in der Kindertagesförderung“, erklärt der Stellvertretende Landrat Thomas Müller.„In den Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege tritt unser Landkreis ab dem 17. Mai zunächst in die so genannte Schutzphase ein“, so Thomas Müller.

Während der Schutzphase dürfen nur Kinder die Krippe, den Kindergarten oder die Kindertagespflegestelle besuchen, wenn sich mindestens ein Elternteil zweimal pro Woche bzw. sich zwei Elternteile jeweils mindestens einmal in der Woche testen oder testen lassen. Diese Testung soll nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen erfolgen.

Eltern von Hortkindern sind von der Testpflicht ausgeschlossen. Kinder, die den Hort besuchen, müssen sich im Rahmen des Präsenzunterrichts oder der Notbetreuung in der Schule testen, sodass eine zusätzliche Testung der Eltern für den Besuch des Hortes nicht erforderlich ist.

Während der Schutzphase ist der Besuch der Horte im Landkreis nur für Kinder möglich, die bereits jetzt die Schule im Rahmen des Wechselunterrichts oder die schulische Notbetreuung besuchen dürfen.

„Was nun den Unterricht in unseren Schulen betrifft, gibt es noch einen kleinen Hoffnungsschimmer. Wenn heute Abend, am 12. Mai, die Inzidenz erstmals unter 100 liegt, dann können wir laut den Regelungen der Landesregierung ab Montag, den 17. Mai, in den unteren Klassen in den Präsenzunterricht gehen. Bleibt es heute jedoch bei den ‚magischen 100‘, dann kommen wir mit unserer Inzidenz in die dafür geltende Stufe 2“, betont der Stellvertretende Landrat. „Das heißt, ab dem kommenden Montag (17. Mai) werden die Schüler der Klassenstufen 1 bis 11 in den Wechselunterricht gehen, wenn die Inzidenz heute über 100 liegt. Für die Abschlussklassen gilt dann weiterhin, dass Präsenzunterricht möglich ist“, sagt Thomas Müller. Was den Unterricht an den Musikschulen betrifft, gibt es seitens des Landes leider noch keine Informationen zur Öffnung.

„Ich hoffe sehr, dass wir im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte schon bald dauerhaft unter eine 7-Tage-Inzidenz von 100 kommen, damit die gestern angekündigten Lockerungen für Schule, Kita, Gastronomie und Einzelhandel bei uns in Kraft treten können.“ Denn auch was die Öffnungen in der Gastronomie und im Einzelhandel betrifft, muss der Landkreis mindestens 5 Tage lang unter diesen Wert 100 kommen, bevor sie möglich werden.

„Die Zahl der Neuinfektionen nimmt zwar stetig aber leider nur sehr langsam ab. Immer wieder sind in unserem Landkreis Familien betroffen, weil beispielsweise Elternteile außerhalb des Landes arbeiten und den Virus sozusagen am Wochenende mit nach Hause bringen“, erklärt der Stellvertretende Landrat. .

Nähere Informationen zu den Testverpflichtungen, die Eltern bei den Kitas und Tagespflegepersonen vorlegen müssen: Die benannte Testverpflichtung der Eltern kann erfüllt werden durch das Beibringen einer Bescheinigung über einen Antigen-Schnelltest oder einen anderen Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 mit negativen Testergebnis, der in einem Testzentrum, einer Arztpraxis oder an anderer zulässiger Stelle durchgeführt wurde. Darüber hinaus ist eine Selbsterklärung der Eltern über einen zu Hause durchgeführten Selbsttest oder eine Bescheinigung des Arbeitgebers, dass bei Beschäftigten unter Begleitung die Durchführung eines Schnelltests oder eines Selbsttests veranlasst wurde, möglich.

Ein entsprechendes Formular zur Selbsterklärung eines negativen Testergebnisses ist u. a. auf der Internetseite des Landkreises www.lk-mecklenburgische-Seenplatte.de  zu finden und wird den Einrichtungsträgern und Kindertagespflegepersonen zur Verfügung gestellt.


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Eine Antwort zu “Mecklenburgische Seenplatte: Hoffnung auf Inzidenz unter 100”

  1. Thorsten sagt:

    Das bedeutet für unser Kind keine Kita mehr.
    Das Geschwisterteil wird in der Schule schon getestet aber das reicht noch nicht.
    Wie soll jemand der in Schichten arbeitet sich bitte 2 mal die Woche testen lassen?
    Das ist ein Zeitaufwand der nicht drin ist bei einem 24 Std Tag, Verdachtsunabhängig testen obwohl schon ein Teil der Familie regelmäßig getestet wird. Als ob die Zahlen in die Höhe getrieben werden sollen mit falsch positiven.
    Wir haben nur 1 Fahrerlaubnis in der Familie, würde bedeuten um 0700 aufstehen, Kinder versorgen, um 0830 zur Schule und Kita bringen, dann der Weg zum testen, dort testen, weg zurück, evtl noch einkaufen, Mittag zubereiten, vielleicht schafft man noch etwas zu essen bevor man um 1230 zur Arbeit fährt, abends um 2300 wieder zu Hause ist. Umgedreht Reihenfolge dann bei früh oder Nachtschicht
    Wenn man nicht covid positiv ist wird man spätestens nach ein paar Wochen nen Burnout haben.
    Vom CO2 Fingerabdruck durch das unnütze rumfahren gar nicht zu reden.
    Wenn man Symptome hat, oder einer in der Familie macht das Testen ja noch Sinn, aber ohne alles? Na ja….
    Dann bleibt das Kind lieber zu Hause und man hat nen ruhigen Vormittag den man mit spielen verbringen kann.
    Ob sowas nicht schon an Nötigung grenzt, darüber kann man streiten.