
Auffällig ist: Viele Beschwerden deuten auf unbewusste Weiterleitungen hin. So gelangten Verbraucher etwa durch das versehentliche Anklicken von Werbeanzeigen in anderen Apps oder auf Webseiten – z. B. QR-Code-Scanner – auf die Cvneed-Seite. Dort gaben sie teils durch Autofill-Funktionen persönliche Daten ein, ohne einen klaren Hinweis auf entstehende Kosten erhalten zu haben.
Trotz Widerruf und Kündigung halten Betroffene Rechnungen und Mahnungen, teils mit zusätzlichen Inkassogebühren, in den Händen. Besonders besorgniserregend: Auch Rentner, die laut eigener Aussage weder einen Lebenslauf benötigen noch die Seite besucht haben, wurden zur Kasse gebeten.
Empfehlung an Betroffene:
- Zahlungsaufforderung bestreiten und Vertrag anfechten
- Widerruf und Kündigung erklären
- Keine Zahlungen leisten und QR-Codes nicht scannen
- Beweismittel sichern (z. B. Screenshots, Browser-Verlauf)
- Unterstützung bei der Verbraucherzentrale suchen
- Im Zweifelsfall Strafanzeige erstatten
„Der Fall Cvneed zeigt einmal mehr, wie wichtig Transparenz im digitalen Raum ist“, so Wiebke Cornelius, Vorständin der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. „Verbraucher dürfen nicht durch irreführende Gestaltung zu kostenpflichtigen Verträgen gedrängt werden.“







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