
Staatssekretärin Ina-Maria Ulbrich betont die Relevanz schneller Internetanschlüsse, unter anderem auch für den Tourismus im Land und schildert den Fortschritt, den MV in den letzten 10 Jahren bereits gemacht hat: „2015 lag die Glasfaserquote in MV bei gerade einmal 2,1 Prozent, heute sind es bereits 64 Prozent. Das ist eine enorme Leistung, die wir zu einem großen Teil mit Fördermitteln von Bund, Land und Kommunen erbracht haben.“
Investition von rund 83 Millionen Euro
„Als Bund und Land das Förderprogramm aufgelegt haben, waren wir in Neubrandenburg bereits mitten im Glasfaserausbau. Wir konnten also auf wertvolle Erfahrung zurückgreifen und wussten, dass wir ein Projekt dieser Größenordnung im Ausbaugebiet erfolgreich umsetzen können“, blickte neu-medianet Geschäftsführer Ingo Meyer zurück. Die neu-medianet GmbH, ein Tochterunternehmen der Neubrandenburger Stadtwerke, hatte den von Bund und Land geförderten und durch den Landkreis koordinierten Ausbau in den Projektgebieten Stavenhagen-Land, Burg-Stargard-Trollenhagen, Friedland, Altentreptow und Penzlin-Kratzeburg ausgeführt. In den insgesamt siebeneinhalb Jahren Bauzeit seien so dafür rund 1.150 Kilometer Trasse und 2.636 Kilometer Glasfaser gebaut worden. Die Investitionssumme von Bund und Land in den fünf Fördergebieten be-läuft sich auf rund 83 Millionen Euro.
Innenminister Christian Pegel lobt die Arbeit des Landkreises und der neumedia-net. „Den ersten Förderbescheid hat der Landkreis Mecklenburgisch Seenplatte von uns im August 2016 erhalten. Das war unser Startpunkt für den großen Sprung, den Mecklenburg-Vorpommern in nur einer Dekade geschafft hat. Ein großer Teil der Bevölkerung hat jetzt schon die Möglichkeit, einen Glasfaseranschluss zu nutzen. Darauf können wir alle stolz sein“, so Christian Pegel: „Auch in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern gilt, dass der Glasfaserausbau nicht an den Standgrenzen enden, sondern muss bis in die letzte Milchkanne reichen.“
Zahlen, Daten, Fakten zur Förderung in MSE

Für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden im Rahmen des Weiße-Flecken-Programms 20 Projektgebiete mit einer Gesamtfördersumme von Bund und Land in Höhe von rund 360 Mio. Euro festgelegt. Maßgebliches Kriterium für die Förderfähigkeit eines Gebietes gemäß den Breitbandleitlinien der EU ist die Aufgreifschwelle von 30 Mbit/s verfügbare Internetgeschwindigkeit. Nur dann, wenn diese 30 Mbit/s unterschritten werden, handelt es sich um ein förderfähiges Gebiet. Eine weitere Fördervoraussetzung besteht darin, dass das Projektgebiet nicht ohnehin zeitnah durch ein Telekommunikationsunternehmen ausgebaut wird. Als Nachfolgeprogramm wurde im April 2023 die Gigabitförderung 2.0, das sog. „Graue-Flecken-Programm“ in der der Schwellenwert auf eine Förderung auf mindestens 200 Mbit/s symmetrisch bzw. 500 Mbit/s im Download erhöht wurde. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat auch in diesem neuen Programm drei Projektgebiete definiert und nach erfolgreicher Antragstellung auf Bundes- und Landesförderung die vorläufigen Zuwendungsbescheide erhalten hat. Zurzeit befindet sich die Verwaltung noch in der Ausschreibungsphase.
Zusätzliche Infos zum Glasfaserausbau in MV
Bund und Land haben sich zum Ziel gesetzt, eine flächendeckende Gigabitversorgung zu ermöglichen. Ende 2015 verfügten nur rund 2,1 % der Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern über einen Glasfaseranschluss. Bis heute konnte diese Zahl nach landesinternen Erhebungen auf 64 % gesteigert werden. Das sind rund 330.000 Adressen von insgesamt 520.000 erfassten Adressen im Land. Von diesen bereits versorgten Adressen wurden mehr als 270.000, also 82 %, mit Hilfe von Fördermitteln von Bund, Land und Kommunen ausgebaut. Das zeigt den hohen Stellenwert, den die Förderung im Glasfaserausbau in Mecklenburg-Vorpommern hat. Bis heute haben 154 Projektgebiete einen Zuwendungsbescheid vom Bund und Land erhalten. Für diese Projekte stehen Fördermittel in Höhe von rund 2,9 Milliarden Euro zur Verfügung (von Bund und Land sowie einem kommunalen Eigenanteil).
Davon sind bereits mehr als die Hälfte verbaut. Der Ausbau der weißen Flecken (also Adressen mit unter 30 Mbit/s-Versorgung vor Förderbeginn) ist nahezu abgeschlossen. Nach Angaben der ausbauenden Unternehmen sind mit Hilfe der Fördermittel von Bund, Land und Kommunen bislang mehr als 18.000 Kilometer Trasse mit rund 51.000 Kilometern Glasfaserkabel fertiggestellt worden.






