Auf der einen Seite gibt’s am heutigen Tag der Pflege viel anerkennende Worte der MediClin-Geschäftsführung für das Personal, auf der anderen hat die Gewerkschaft ver.di die Belegschaft des Müritz-Klinikums heute erneut zu einem mehrstündigen Streit aufgerufen – zum dritten Mal innerhalb von drei Wochen. Wieviele Mitarbeiter dem Aufruf folgen, ist unklar, die medizinische Notfallversorgung aber auf jeden Fall wieder gesichert. Die Gewerkschaft fordert für die nicht-ärztlichen Beschäftigten eine Angleichung der Vergütung auf das Niveau des Tarifvertrages. Die Geschäftsführung des Klinikums betont in einer Mitteilung, dass sie weiterhin gesprächsbereit ist und an konstruktiven Lösungen interessiert bleibt.
„Wir stehen in einem offenen Austausch und sind jederzeit bereit, gemeinsam tragfähige Wege für eine stabile Versorgung und gute Arbeitsbedingungen zu finden“, so die Geschäftsführung. Für den morgigen Mittwoch, 13. Mai, sei eine interne Mitarbeiterversammlung geplant.
Dabei wolle die Klinikleitung den Beschäftigten einen Überblick über den aktuellen Stand interner Überlegungen und Gespräche geben sowie aufzeigen, welche nächsten Schritte man vorgesehen habe. „Ziel ist es, zentrale Anliegen aus der Belegschaft aufzugreifen und gemeinsam zu erörtern, wie das Klinikum in einem herausfordernden Umfeld zukunftsfähig gestaltet werden kann.“
Die Einrichtung betont, dass sie das Recht auf Mitbestimmung respektiert und die Vielfalt an Meinungen innerhalb des Teams anerkennt. „Wir sehen die unterschiedlichen Positionen und nehmen sie ernst. Entscheidend ist für uns, dass wir trotz verschiedener Sichtweisen solidarisch und wertschätzend miteinander umgehen.“






