
Das und einiges mehr erlebten 47 Kinder und Jugendliche im diesjährigen Diabetescamp an der Müritz, ein Feriencamp der besonderen Art.
Die Akzeptanz der Erkrankung und die damit verbundenen Herausforderungen im Alltag sind oft sehr schwierig für die zum Teil noch sehr jungen Schützlinge von Kinderdiabetologin Dr. Kathrin Kintzel. Aus diesem Grund hat sie das MediClin-Diabetescamp ins Leben gerufen.

Zudem dreht sich das Camp darum, die Kinder zum Umgang mit ihrer Krankheit zu schulen, aber auch ihnen zu zeigen, dass die Krankheit sie nicht am Spielen, Toben, Sport treiben und Spaß haben hindert, sondern sie nur gewisse Verhaltensregeln in Bezug auf ihre Krankheit beachten müssen.
In diesem Jahr fand das einwöchige Schulungscamp bereits zum dritten Mal statt und stand unter der Schirmherrschaft von Lorenz Caffier, Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Bereits die Anreise war ein echtes Highlight für die Kinder und Jugendlichen. Nach der ärztlichen Eingangsuntersuchung im Klinikum machten sie sich auf den Weg zur Warener Jugendherberge, aber nicht wie eigentlich erwartet zu Fuß, sondern ganz spektakulär mit der Warener Tschu-Tschu-Bahn.
Unter dem Motto „Bad Taste Party“ – zieht an, womit ihr für kein Geld der Welt in die Öffentlichkeit gehen würdet – feierten die Kinder dann am Abend bei einer Themendisko gegenseitig ihre schrill bunten Kostüme und tanzten ausgelassen.
Mit dem Drachenboot über den Tiefwarensee

Ihnen wird gezeigt, wie man den Blutzuckerspiegel beim Sport unter Kontrolle hat und wie viel Spaß es macht, sich sportlich zu betätigen, sei es in Einzeldisziplinen wie dem Klettern im Kletterwald Müritz oder im Teamsport beim Drachenboot fahren auf dem Tiefwarensee.

Bei körperlicher Aktivität erhöht sich die Insulinempfindlichkeit der Muskulatur. Wenn die Insulindosis vorher nicht reduziert wird oder nicht ausreichend Zusatz-Kohlenhydrate zugeführt werden, kann es zu einer starken Unterzuckerung, einer sogenannten Hypoglykämie kommen.
Umgekehrt kann eine zu stark reduzierte Insulinzufuhr bei längeren körperlichen Aktivitäten eine diabetische Stoffwechselentgleisung auslösen. Die Ärzte schulen die Kinder daher, dass es beim Sporttreiben besonders wichtig ist, auf den Blutzuckerwert zu achten und wenn möglich für den Notfall auch immer Traubenzucker am Körper zu haben.
Mit der Polizei auf zwei Rädern in den Landtag

Neben viel Freizeit und ausgelassener Stimmung standen weitere Schulungen auf dem Programm. So erhielten die Jugendlichen von den betreuenden Ärzten Dr. Kathrin Kinzel, Kathleen Schulz und Dr. Jutta Dobberpfuh lauch eine Alkoholschulung. Die jüngeren Kinder wurden von Renate Lauterborn, Diabetesberaterin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Berlin, zur Erkennung und Vermeidung von Hypoglykämien unterrichtet.
Kindgerecht aufgearbeitet und durch gezielte Frage-Antwort Methoden erklärte die Diabetesberaterin den Kindern den richtigen Umgang mit dieser extremen Stoffwechselsituation. Immer wieder musste auch während der Schulungen der Blutzucker gemessen und hier und da durch Traubenzucker oder ein zuckerhaltiges Getränk ein zu niedriger Messwert korrigiert werden.

Das Diabetescamp war wieder ein voller Erfolg, denn die teilnehmenden Kinder verließen das Camp mit einem großen Lächeln im Gesicht und vielen tollen Erlebnissen, aber auch mit neuem Wissen im Umgang mit ihrer Krankheit, im Gepäck.

Text und Fotos: Jenny Thoma, MediClin Müritz-Klinikum






















Das es eine solche Sommerveranstaltung für an Diabetes erkrankte Kinder gibt, ist wirklich lobenswert und wichtig. Schön zu sehen, dass es auch mit so viel Freude und Unterhaltung möglich ist, den Kindern nebenbei wichtige Informationen zum Umgang mit dieser Krankheit mitzugeben.
Wir möchten uns recht herzlich bei allen Spendern, Ärzten und Betreuern bedanken, durch denen dieses Camp erst ermöglicht wurde. Unser Kind hatte viel Freude und lernte mit seiner Krankheit besser umzugehen. Familie Krienke
P.S. freue mich schon auf das nächste Camp und liebe Grüsse an alle…Hannes
Schön das doch noch Menschen gibt die auch andere Menschen unterstützen sowie einer von Ihnen & zwar der Herr Ingo Wanke & andere Mitglieder.
Die Kinder hatten viel Spaß dabei.
So müssen wir aber auch die vierbeinigen Lebewesen ( Tiere) unterstützen wenn es denn nicht gut geht.
Einfach schön.