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Gedenktafel in Malchow erinnert an Frauen in Munitionsfabrik

19. November 2018

In Malchow ist am gestrigen Volkstrauertag eine Gedenktafel enthüllt worden, die an die 12 000 Frauen erinnert, die am Ende des Zweiten Weltkriegs im Malchower Außenlager des KZ Ravensbrück inhaftiert waren. Die Frauen mussten in einer Munitionsfabrik unter schlimmsten Bedingungen arbeiten und leben.

Von dem einstigen Industriestandort ist nicht mehr viel zu sehen. Die Anlage wurde in den 1950er-Jahren gesprengt. Nur noch einige Ruinen erinnern.

Erhalten geblieben sind aber die Wohnhäuser und das Gemeinschaftshaus des Frauenlagers. Dort ist heute eine Jugendherberge untergebracht. Die Malchower wollen Gebäude und Ruinen als mahnendes Zeichen erhalten.

An der Stelle der ehemaligen Fabrik soll nach Aussage von Bürgermeister René Putzar ein Gedenkort entstehen Zu den Gästen gehörten gestern auch eine Überlebende des KZ und eine Frau, die im Konzentrationslager Ravensbrück geboren wurde.

 


Eine Antwort zu “Gedenktafel in Malchow erinnert an Frauen in Munitionsfabrik”

  1. germ geersing sagt:

    Wunderbar, vor allem dass die Malchower dies initiert haben! Mein Vater war Zwangsarbeiter und musste zwei Jahre im Malchower Muntionswerk arbeiten. Und lief oft, oder sogar taeglich, am KZ vorbei. Hat mir erzaehlt dass er sah dass Leichen weggetragen wurden.
    Freunde und Mit-zwangsarbeiter erzaehlten, dass Frauen so verzweifelt waren, dass sie sich umbringen wolten. Zb. bei der Anfertigung von Explosiven (ist auch passiert), und eine die sich vor einem Elektrokarren werfen wollte. Der Deutsche Wache frug mein Vaters Freund, weshalb er bremmste und die Frau so gerettet hat. Es sind nur zwei Beispiele.
    Also, eine gute Sache um die Gedenktafel auf zu richten! Mein Vater und seine Freunde haette es gefreut.
    fr. Gruss, Germ Geersing, Holland

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