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Geschichte einer kleinen Warener Bäckerei ist zu Ende

22. August 2019

 

Aus, Schluss und vorbei – wieder eine kleine Bäckerei weniger in Waren. Anfang dieser Woche hat die Bäckerei in der Clara-Zetkin-Straße dicht gemacht. Eigentlich ein Standort mit Tradition, denn schon zu DDR-Zeiten gab’s dort frische Brötchen und leckeren Kuchen. Der jetzige Inhaber Thomas Stüwe hat die Bäckerei erst im April vergangenen Jahres übernommen. Jetzt ist ihm die Puste ausgegangen.

„Es ging einfach nicht mehr, wir sind insolvent“, sagte er gestern auf Nachfrage von „Wir sind Müritzer“. Die Kosten seien in den letzten Monaten so gewachsen, dass die Einnahmen nicht mehr ausgereicht hätten. Unter anderem nannte der Bäcker die Energiekosten. „Wir hatten keine Wahl mehr“, sagte er und begründete damit die abrupte Schließung, die viele Kunden im Wohngebiet überrascht hat.

Übernommen hat Thomas Stüwe die Bäckerei von einem Teterower Unternehmen, doch richtig bekannt gemacht hat diesen Standort vor vielen Jahren ein anderer – nämlich Reinhold Scherle, der mit seinen berühmten „Scherle-Brötchen“ und den leckeren Berlinern nicht nur Kunden aus dem Stadtteil Waren-West anlockte, sondern aus ganz Waren und darüber hinaus. Scherle, der vor fünf Jahren gestorben ist, musste diesen Standort einst aufgeben, machte sich im Alter von 50 Jahren an anderer Stelle noch einmal selbstständig und wurde erfolgreich.

Nach Informationen von „Wir sind Müritzer“ will der Eigentümer des Hauses in der Clara-Zetkin-Straße die Bäckerei jetzt zu Wohnungen umwandeln.


3 Antworten zu “Geschichte einer kleinen Warener Bäckerei ist zu Ende”

  1. Resch sagt:

    Das waren noch Brötchen und leckerer Kuchen auch nicht wie man es heute aus dehn Läden kennt .Echt traurig nach und nach Verabschieden sich immer mehr solche Betriebe……;, ((((( Schade.

  2. Franz Frantzen sagt:

    Das war der letzte Bäcker im Umkreis von 25 km, bei dem die Brötchen noch ehrlich gebacken wurden. Also nicht irgendwelche sogenannten Teiglinge aufbereitet wurden. Auch der Kuchen war eine Klasse für sich, einfach und ehrlich und lecker!

    An den Kunden kann es nicht gelegen haben, die Regale waren zum Mittag schon immer sehr übersichtlich.

    Wo bekommen wir nun unsere Brötchen her? Ich hasse die Brötchen von den Bäckerketten, die riechen immer schon so komisch und liegen dann schwer im Magen!

  3. Rainer sagt:

    Ich bin aber überrascht wie man in diesen Marktumfeld (allgemeiner Markt für Bäckereien) im Jahr 2019 noch einen Bäcker übernehmen kann.
    Nichts gegen Herrn Stüwe persönlich, aber das war doch zum Scheitern verurteilt, bevor der erste Arbeitstag begonnen hat.

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