
Besonders alarmierend sei ein Teilergebnis der Sinus-Jugendstudie, nach dem 25 Prozent der Betroffenen keinerlei Unterstützung bei Cyber-Mobbing-Attacken erhalten haben sollen. Dieser Wert lag im Jahr 2023 mit 15 Prozent, in 2022 mit 19 Prozent und 2021 mit 16 Prozent noch deutlich niedriger und kann damit als dramatische Verschlechterung bewertet werden.
Peinliche Inhalte bei jedem dritten Opfer verbreitet
Die Sinus-Jugendstudie liefert zudem detaillierte Einblicke in Formen und Kanäle, über die Cyber-Mobbing stattfindet. Messenger-Dienste wie WhatsApp wurden mit 50 Prozent am häufigsten genannt, gefolgt von Plattformen wie TikTok und Instagram mit 43 beziehungsweise 38 Prozent. Die häufigsten Formen von Cyber-Mobbing umfassen Beleidigungen mit 74 Prozent, das Verbreiten von Gerüchten sowie den Ausschluss aus Gruppen. „Besonders belastend ist das Hochladen und Teilen als peinlich empfundener Bilder und Videos. Die permanente Verfügbarkeit sozialer Medien macht es schwierig, Mobbing zu entkommen, was Druck und Belastung noch verstärkt“, sagt Barmer-Chef Straub.
Cyber-Mobbing gefährde auch die persönliche Entwicklung und das Wohlbefinden von Jugendlichen. Erschütternd sei zudem die Erkenntnis, dass insgesamt 62 Prozent der Jugendlichen direkt oder indirekt Berührungspunkte mit Cyber-Mobbing hatten. Das sei ein besorgniserregend hoher Anteil, der die Dringlichkeit verstärkter Präventionsmaßnahmen nachdrücklich unterstreiche.
Alles Wissenswerte zu Cyber-Mobbing, Tipps für Betroffene und Hilfsangebote unter: www.barmer.de/cybermobbing.









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