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Kandidaten in Waren: Viele „alte Hasen“, aber auch einige „Jungspunde“ auf den Wahllisten

24. März 2019

93 Frauen und Männer wollen gerne Politik in Waren machen. So viele Kandidaten stehen auf den Bewerbungslisten, die in dieser Woche vom Wahlausschuss bestätigt wurden und die am 26. Mai auf den Wahlzetteln zu finden sind. Die meisten Kandidaten schickt die FDP ins Rennen, nämlich 21, gefolgt von der SPD mit 18 Kandidaten und der CDU, die 15 Frauen und Männer nominiert.
Richtige Überraschungen gibt es keine, aber viele alte Bekannte. Jüngster Kandidat ist der Schüler Phillip Berkefeld, Geburtsjahr 2000, der auf der CDU-Liste steht, ältester Gastronom Erwin Reschke, geboren 1943, der für die Müritzer Unternehmungsgruppe (MUG) in die Stadtvertretung möchte.

Neben „Jungspund“ Phillip Berkefeld will auch Schüler Eric Klein, geboren 1999, Politikluft schnuppern, ebenfalls für die CDU. Auch die LINKE hat einen ganz jungen Kandidaten – Jonas Kegel, geboren 1998.

Bei den älteren Bewerbern sticht Rentner Wolfgang Dreier, geboren 1944, hervor. Er will die AfD im Warener Stadtparlament vertreten. Das an sich ist noch nichts besonderes Allerdings: Sein Sohn Tony kandidiert quasi gegen ihn, nämlich für die FDP.

Familiär geht’s auch in der MUG zu: Mit Gabriele und Dr. Bernd Gotzhein steht ein Ehepaar auf der Wahlliste.

Zu den „alten Hasen“ zählen zweifelsohne Ralf Spohr und René Drühl von der CDU, Rüdiger Prehn, Heidemarie Engelking und Rainer Espig von den LINKEN, Petra Klebba, Jutta Kaminsky und Volker Seemann von der SPD, Jutta Gerkan von den Bündnisgrünen, Toralf Schnur von der FDP und Ingo Warnke von der MUG.

Auch eine Einzelkandidatin wirft ihren Hut in den Ring: Christiane Scherfig, Lehrerin, aber seit einigen Jahren Inhaberin des FloMaLa sowie Hotels Weit Meer.

Und hier alle Kandidaten, die am 26. Mai in Waren zur Wahl stehen:


6 Antworten zu “Kandidaten in Waren: Viele „alte Hasen“, aber auch einige „Jungspunde“ auf den Wahllisten”

  1. Franz Frantzen sagt:

    Komisch was die Bewerber so als Beruf angeben: Unternehmerin, Koordinationsmanager, Prokurist, selbstständiger Vermieter, Mitglied des Landtages.

  2. Maik Waren sagt:

    Franz, genau das gleiche habe ich auch gedacht als ich die Listen angeguckt habe. Hab auch schon mal im Internet gesucht, wo man Mitglied des Landtages oder selbständiger Vermieter lernen oder studieren kann. Noch nichts gefunden.

  3. Nachdenken sagt:

    Derzeitiger Beruf und nicht Berufsausbildung, manche haben ja auch mehrere.
    Was soll mir das als Wähler denn bringen, wenn bei einem Bewerber „Bürokaufmann“ steht und er aber die letzten 20 Jahre als Fleischer bei Edeka arbeitet.
    Dann wäre doch Fleischer die richtige Bezeichnung.
    Und Unternehmer ist doch aussagekräftig genug oder soll dann bei Ingo Warnke zum Beispiel Tiefbauer stehen, obwohl er eine Firma mit 30 Angestellten leitet.
    Und „Sachbearbeiter“ würde Ihnen dann auch nicht reichen, ist mir aber aussagekräftiger als eben Bürokaufmann.
    Denn der gelernte Bürokaufmann kann auch im Lager bestellte Pakete fertig packen.

  4. Toralf Schnur sagt:

    Ich bin wirklich verwundert, was an dem Begriff „selbständiger Vermieter“ so schwer zu verstehen ist. Es ist natürlich kein Beruf, es ist meine ausgeübte Tätigkeit. Ich kaufe Immobilien mit dem ziel diese anschließend zu vermieten um damit mein Einkommen zu erzielen. Das Finanzamt Waren bezeichnet mich offen als „selbständig“ und umsatzsteuerpflichtig.

    Sollte der Beruf gefragt sein, so wissen doch alle dass ich mehrfach versucht habe ein Studium abzuschließen und dies nicht erfolgreich absolviert habe. Ich habe dies nie verheimlicht oder versucht zu verheimlichen. Es gibt viele Gründe, die dazu geführt haben, allerdings gehört es zu meinem Leben. Ich habe dafür schon in der Vergangenheit soviel Prügel einstecken müssen, dass es heute nicht mehr schlimm ist. Schade nur, dass immer wieder versucht wird mein Leben daran fest zu machen. Für Einige ist man deshalb immer gleich dumm oder was auch immer. Es tut mir nicht leid, was ich an Fehlern in der Vergangenheit gemacht habe, sie sind passiert. Unabhängig davon, habe ich mir mein leben erfolgreich aufgebaut und kann gut Leben. Vielleicht zählt das auch irgendwann einmal. :-) :-)

  5. Simon Simson sagt:

    Frustrierend, die Liste. Wer da in unserem Namen beschließen möchte…

    Ein Diskjockey, schon lange Stadtvertreter. Er räumte sämtliche Engagements seitens der Stadt oder von wichtigen Auftraggebern und Vereinen ab. Auf welchen Wegen, werden wir kaum erfahren. Ist o.k., bei den Spitzenleistungen… Nun haben wir zwei. Einige beherrschen nicht nur das Mischpult, sondern gleich mehrere Klaviaturen. Sie haben noch Zeit neben führenden Ehrenämtern, die sie in Vereinen besetzen. Geht in Ordnung, so wie sie unser reiches kulturelles Leben prägen. Und es geht noch mehr: Politikerin im Landtag, das füllt eine junge Sozialdemokratin offenbar ebensowenig aus, wie Hauswirtschaft eine andere Dame, nur eben stramm rechts.

    Da überlege ich, der zu jeder Wahl ging und sich in der DDR in die Kabine wagte; wer die Zeit erlebte, weiß was das hieß: Hat es Sinn oder sowieso die nächsten 5 Jahre wieder in die innere Emigration? Nein ich gehe, wenn auch frustriert.

  6. Roland Eifel sagt:

    @simon Simson

    Es ist ja super, dass man in der Demokratie über alles und jeden mosern kann.
    Ich habe großen Respekt vor allen Menschen, die in der Kommunalpolitik Verantwortung übernehmen.
    Ich habe daher einen Tip: Kandidieren, dabei bitte den richtigen Beruf angeben, dann jede Menge Freizeit investieren. Also: Selbermachen und Bessermachen .
    Ich wünsche dabei Erfolg und vor allem Mut.

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