
„Wir haben uns ganz bewusst für diesen Standort entschieden. Zwar waren auch hier hohe Investitionen notwendig, doch ein Neubau an einem anderen Standort hätte wohl mindestens das Vierfache gekostet“, sagt Geschäftsführer Daniel Ahrens gegenüber „Wir sind Müritzer“. Der gebürtige Niedersachse ist vom Fach und vor fünf Jahren mit Familie nach Waren gezogen. Ein Schritt, den er nicht bereut hat. Er fühlt sich wohl an der Müritz und ist auch ein bisschen stolz auf das, was die Biofleischveredlungs GmbH innerhalb kürzester Zeit aufgebaut hat.

Das zerlegte Fleisch, vor allem das vakuumierte, geht später in Supermärkte, denn immer mehr Läden schaffen ihre Fleischtresen ab – auch, weil das Personal fehlt. Und so bekommen die Kunden in den Märkten Steak, Bratwurst und Co. in portionierten Paketen mit Biofleisch – zerlegt in Waren an der Müritz. Zu den Kunden des neuen Unternehmens gehören aber auch Groß-Abnehmer wie Gastronomen. „An Schlachtbetrieben gab es in der Region keinen Mangel, wohl aber an Zerlegungs-Unternehmen. Da sind wir mit unserer Firma in eine Lücke gestoßen“, so der junge Geschäftsführer.
Bis die ersten Bio-Tiere in Waren zerlegt werden konnten, waren aber einige Investitionen nötig. Rund 5,5 Millionen Euro sind geflossen, einen kleinen Teil gab’s als Förderung vom Land Mecklenburg-Vorpommern.
Am Standort der heutigen Biofleischveredlungs GmbH hatte Friedrichs – zuvor Neptun Feinost – viele Jahre seinen Sitz. Das Unternehmen verlagerte die Produktion allerdings nach Polen und schloss die Türen der Fischverarbeitung in Waren– trotz massiver Kritik auch aus der Landesregierung. Schließlich hatten die Hamburger für den Ausbau ihrer Produktionsstätte in Waren ordentlich Fördermittel kassiert.
Das ist Vergangenheit, der Standort hat mit der Mecklenburger Biofleischveredlungs GmbH wieder eine Zukunft.











Vielen Dank für diesen gut recherchierten Beitrag. Warum wurde nicht recherchiert, wo konkret man zum Beispiel das frische Lammfleisch vom Biopark bei uns in der Region kaufen kann?
Wenn ich zum Beispiel bei famila nach frischem Lammfleich frage, und keine aufgetaute Neusaeelandware möchte, werde ich wie ein Alien angeschaut. Leider gibt es in Waren schon lange keinen privaten Fleischer mehr.
Es wäre schön, wenn WSM das noch nachreichen würde.
Für interessierte Kunden wäre ein „Werksverkauf“ vor Ort sicher eine überlegenswerte Idee