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MV: Acker- und Futterbau wichtigste Säulen der Landwirtschaft

21. September 2021

Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, stellen nach den endgültigen Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2020 der Ackerbau und der Futterbau die wichtigsten betriebswirtschaftlichen Schwerpunkte der landwirtschaftlichen Produktion in Mecklenburg-Vorpommern dar. Knapp 80 Prozent der 4 784 landwirtschaftlichen Betriebe im Land haben hier ihren Produktionsschwerpunkt.

Die Anzahl der Ackerbaubetriebe nahm von 1 923 Betriebe im Jahr 2010 (Landwirtschaftszählung 2010) auf 2 156 (+ 12 Prozent) zu. Sie erwirtschaften mehr als zwei Drittel ihres Standardoutputs aus dem Ackerbau. Vorherrschend waren dabei die insgesamt 1 212 spezialisierten Getreide-, Ölsaaten- und Eiweißpflanzenbetriebe, die auch flächenmäßig durch den Getreide- und Rapsanbau geprägt sind.

Die Weitläufigkeit des Landes und die vergleichsweise geringe Intensität der Viehhaltung begünstigten den Futterbau, der mit 1 659 Betrieben nach den Ackerbaubetrieben die zahlenmäßig stärkste Gruppe stellt.

Unter den natürlichen und ökonomischen Standortbedingungen im Land haben spezialisierte Gartenbaubetriebe (47 Betriebe) und Dauerkulturbetriebe (87 Betriebe) nur eine geringe Bedeutung.

Die 271 Veredlungsbetriebe, deren Schwerpunkt zum Beispiel in der Zucht oder Mast von Schweinen oder Geflügel liegt, trugen 14 Prozent zum Wert der hiesigen landwirtschaftlichen Produktion bei.

Die 564 Verbundbetriebe – 12 Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe – haben mehrere wirtschaftliche Schwerpunkte. Dabei handelt es sich weit überwiegend um solche, die sowohl Pflanzenbau als auch Viehhaltung betreiben.

33 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe Mecklenburg-Vorpommerns haben sich laut der Landwirtschaftszählung 2020 weitere Einkommensquellen zunutze gemacht, die außerhalb der eigentlichen landwirtschaftlichen Erzeugung lagen. Zwei Drittel von ihnen hatte eine weitere Einkommensquelle, während 24 Prozent mit zwei zusätzlichen und knapp 10 Prozent mit drei oder mehr „Einkommenskombinationen“ Zusatzeinkünfte erzielten. Ein Zusatzeinkommen wurde am häufigsten aus dem Bereich „Arbeiten für andere landwirtschaftliche Betriebe“ (36 Prozent) und der Erzeugung erneuerbarer Energien (25 Prozent) erzielt.


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