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Neues Haus des Lebenshilfswerkes trägt jetzt eine Richtkrone

31. Juli 2020

Trotz Corona keine Verzögerungen: Nach dem ersten Spatenstich Mitte Oktober vergangenen Jahres liegt die Lebenshilfswerk gGmbH mit ihrem Bauvorhaben in der Gievitzer Straße in Waren voll im Zeitplan. Das Lebenshilfswerk investiert am Rande des Gewerbegebietes Ost rund 4,2 Millionen Euro in einen Neubau mit Großküche, Kantine sowie Verwaltung (WsM berichtete). Gestern feierte Geschäftsführerin Anke Koth mit Mitarbeitern, Bauleuten, Planern und Politikern schon das Richtfest. Mit der Fertigstellung des neuen Hauses rechnet sie im April des kommenden Jahres.

Die gemeinnützige GmbH, die sich um behinderte Menschen kümmert, finanziert das Projekt selbst – mit Eigenmittel und einem Kredit, aber ganz ohne Fördermittel.

Ein großes Dankeschön schickte die Geschäftsführerin gestern an die Planer und Bauleute, denn dass so ein Vorhaben trotz der Corona-Pandemie ohne größere Probleme durchgezogen wurde, sei schon bewundernswert.

Das bisherige Gebäude am Anfang der Gievitzer Straße platzt inzwischen aus allen Nähten. Vor allem, weil die Einrichtungen des Lebenshilfswerkes wie die öffentliche Kantine und die Wäscherei immer beliebter werden.

Auf dem Grundstück am Abzweig zum Gewerbegebiet Ost steht bereits ein Gebäude, in dem das Lebenshilfswerk seit einiger Zeit eine Werkstatt betreibt.

“Durch den Neubau werden wir die Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeiter nachhaltig verbessern und haben auf den 950 Quadratmetern im Haus gleichzeitig mehr Kapazitäten. Gegenwärtig werden im Lebenshilfswerk rund 700 Essen am Tag gekocht, mit Fertigstellung des neuen Hauses im Frühjahr 2021 könnten es um die 1500 sein. Der Bedarf ist auf jeden Fall da, wir haben bereits Anfragen von Kitas, Schulen und anderen Einrichtungen”, berichtet Anke Koth.

Ebenfalls sehr gefragt: Die Wäscherei der gemeinnützigen GmbH. Die bekommt dann am jetzigen Standort endlich mehr Platz, so wie die Mitarbeiter, die sich in ihren Sozialräumen derzeit etwas einschränken müssen.

Das Lebenshilfswerk Waren beschäftigt rund 300 behinderte Mitarbeiter, die auf dem “normalen” Arbeitsmarkt keine Chance hätten, sowie 185 Fachkräfte. Neben der öffentliche Kantine/Küche betreibt sie eine Wäscherei  und am Tiefwarensee ein Hotel, in dem vorrangig behinderte Menschen arbeiten.

Darüber hinaus betreuen die Mitarbeiter in Waren und Neustrelitz etwa 230 Kita-Kinder, versorgen um die 60 Frauen und Männer in drei Wohneinrichtungen, sind in der ambulanten Frühförderung aktiv und kümmern sich liebevoll um rund 30 erwachsene Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen in den Fördergruppen. Nicht zu vergessen die Gärtnerei und der beliebte “Müritzhof” im Nationalpark, der jedes Jahr tausende Besucher anlockt.


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