Radweg von Falkenhagen und Jägerhof in Sicht

8. Juli 2023

Noch in diesem Jahr soll der Bau eines Radweges von Falkenhagen nach Jägerhof beginnen, vermutlich Anfang Oktober. Das bestätigte die Stadtverwaltung auf Nachfrage von „Wir sind Müritzer“. Der Weg wird rechts neben der Straße auf den heutigen Ackerflächen mit einem Abstand zur Eichenallee, einer Breite von 2,40 Meter und einer Länge von 2,15 Kilometern gebaut.

Der Radweg kostet laut Stadt etwa 1,5 Millionen Euro. Um das finanzieren zu können, hat die Stadt einen Fördermittelantrag gestellt und hofft jetzt auf einen Zuschuss von 75 Prozent. Genehmigt wurde der Antrag noch nicht.

Die Vermessungsarbeiten zur Festlegung der Trassierung des Radweges sind nach Aussage von Bürgermeister Norbert Möller bereits abgeschlossen, derzeit werden die Dokumentationen und Planunterlagen erstellt. Ziel ist es, einen Grunderwerbsplan mit klarer Abgrenzung der benötigten Flächen zu erstellen – unter Voraussetzung der Zustimmung der anliegenden Grundstückseigentümer.

Auch die Baugrund-Untersuchung ist bereits erledigt. In Abstimmung mit der Bauverwaltung wird der Radweg bis an den Stromhausweg im Ortsteil Jägerhof verlaufen. 

Nach Rücksprache mit der Stadtwerke Waren GmbH wurde die Bitte geäußert, auf der Trasse des neu zu errichtenden Radweges von Neu Falkenhagen bis zum Abzweig Alt Falkenhagen eine Trinkwasserleitung und vom Abzweig Alt Falkenhagen bis Bauende ein Mittelspannungskabel mit zu verlegen. Ebenso wurde durch das Breitband-Kompetenzzentrum M-V die Mitverlegung eines Breitband-Glasfaserkabel gefordert. 

Läuft alles nach Plan, könnte der Radweg, der eine Ergänzung des bestehendes Weges von Waren nach Falkenhagen ist, bis Ende Juni des kommenden Jahres fertig sein. Sowohl in Falkenhagen als auch in Jägerhof wohnen viele junge Familien, die gerne auch mit dem Rad nach Waren fahren, bislang aber teilweise auf der nicht ungefährlichen Straße radeln mussten. 

@Symbolbild


Eine Antwort zu “Radweg von Falkenhagen und Jägerhof in Sicht”

  1. Simon Simson sagt:

    Die Straße ist für Radfahrer nicht ganz ungefährlich, wobei nun auch nicht so stark frequentiert, als dass man das nicht durch Geschwindigkeitsbegrenzung in den Griff kriegen würde. Der rasante Automobilist ballert sowieso lieber über die Givitzer Straße. Weil die Trasse anders, als beim Stück Neu Falkenhagen – Amsee nicht irrwitzig über einen Berg geführt wird, der die Benutzung nur für elektrische Gefährte attraktiv macht, wird der Weg auch benutzt. Doch zwischen Amsee und Gymnasium wird es unangenehm für Radfahrer. Entweder sie fahren wieder auf der engen, kurvigen Straße zwischen nun deutlich mehr 50km/h schnellen Autos und flotten Transportern der Handwerker oder kurven auf dem Wanderweg am Tiefwarensee zwischen Flaneuren oder bei Regenwetter durch tiefen Schlamm. So wird der nächste Abschnitt folgen, früher oder später. Bei all dem braucht Flächenversiegelung und verbauter Beton (Energieaufwand) weiter keine Rolle zu spielen, denn eine UVP ist sicher nicht nötig und Flächen für Ausgleichsmaßnahmen sind, mangels Kataster, leicht zu finden, eben auf immer denselben Flächen.
    Weiter so!