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Schwein gehabt: Fridolin hat‘s jetzt richtig gut

4. Juni 2020

Abgemagert und verängstigt: Frischling „Fridolin“ hatte mächtig Schwein: Die ersten Tage im Leben von „Fridolin“ waren hart. Völlig verängstigt und abgemagert lag der Frischling auf einem Feld nahe Rechlin. Von der Bache war weit und breit keine Spur. Und so kam es wie es kommen musste, der Frischling landete bei Jens-Uwe Schulz in Rechlin. Der 55-jährige Fahrschullehrer nahm Fridolin in seine Obhut. Schon seine Eltern kümmerten sich damals, noch zu DDR-Zeiten, um kleine Wildschweine. Vermutlich hat es sich in dem Dorf herumgesprochen, dass seine Eltern früher kleine Wildschweine aufzogen.

Jens-Uwe Schulz fütterte den Frischling nahezu stündlich mit Milch. Später kamen Brei und andere Sachen hinzu. Lange war unklar ob Fridolin überhaupt überleben wird. „Ich habe ihm einen Schlafplatz auf dem Fußboden hergerichtet, die Fußbodenheizung tat ihm gut. Ein paar Tage später konnte man schon sehen, wie er sich so langsam erholt“, so Schulz.

 

Der Star im Cafe an der Müritz

Immer wenn Schulz zusammen mit Fridolin in dem kleinen Cafe in der Gaarzer Mühle aufschlägt, steht der Frischling im Mittelpunkt der Gäste. Alle wollen Fridolin streicheln, ihn sogar auf den Arm nehmen. Die Kinder sind begeistert. Inzwischen nimmt Fridolin sein Herrchen als Leitbache wahr.

Wenn Jens-Uwe das kleine Wildschwein ruft, kommt Fridolin ohne zu zögern angelaufen. „Er hört tatsächlich aufs Wort“, so Schulz. Eine Eigenschaft von der auch Roland Schneider vom Landesjagdverband Mecklenburg-Vorpommern weiß. „Die Tiere brauchen in dem Alter eine Mutter. Wenn die aber beispielsweise durch einen Unfall stirbt, sterben innerhalb kurzer Zeit auch die Frischlinge. Im Fall von Fridolin ist das Herrchen jetzt die Leitbache. Der Frischling orientiert sich an Jens-Uwe Schulz und lernt natürlich auch von ihm“, sagte Schneider.

In wenigen Monaten bis zu 150 Kilogramm auf der Waage

Noch ist Fridolin mit seinen knapp zehn Kilogramm ein Baby. In wenigen Monaten aber wird der Keiler groß und noch viel kräftiger sein. „Dann wird es gefährlich — auch für den Menschen. Natürlich könnte man Fridolin ohne Probleme wieder auswildern, doch seine Scheu vor Menschen hat er verloren. Wenn alle anderen Wildschweine weglaufen, wird Fridolin stehenbleiben“, ergänzt Schneider. Für ihn wäre es besser, wenn Fridolin in einen Tierpark kommt. So sieht es auch Jens-Uwe Schulz. „Es bleibt ein Wildtier, aber ich möchte natürlich nicht, dass Fridolin direkt abgeschossen wird.” Schulz will sich in den nächsten Wochen um eine dauerhafte Bleibe für Fridolin bemühen.

Und bis dahin wird Fridolin den kleinen Strand am Müritzarm noch so richtig durcheinanderwirbeln. Wenn Schulz ins Wasser geht, folgt ihm Fridolin schwimmend hinterher. Und auch sonst ist Fridolin überall dort wo auch sein Herrchen ist. Erschöpft vom Bad in der Müritz lässt es sich Fridolin an diesem Sommertag auf der Terrasse vom „Cafe-Loni“ gutgehen.

Quelle: Nonstopnews Müritz


Eine Antwort zu “Schwein gehabt: Fridolin hat‘s jetzt richtig gut”

  1. Moni sagt:

    Das mit der Rettung für kleine Wildschweinchen hat sich vielleicht nicht nur unter den Menschen herumgesprochen?? Eine echt niedliche Sache.