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Umfangreiche Landschaftspflegearbeiten am Ostufer der Feisneck

6. November 2018

Keine Sorge, wenn’s in Kürze ein bisschen kahl aussieht: In den nächsten Tagen wird der Landschaftspflegeverband Mecklenburger Endmoräne e.V. umfangreiche Pflegearbeiten am Ostufer der Feisneck durchführen. Dazu werden die Flächen nördlich und südlich des Waupackgrabens gemäht. Weidengebüsche, die vom Seeufer in die Wiesenflächen hineinwachsen, sollen zurückgeschnitten werden. Auch im Bereich des Naturbades und entlang des Wanderweges soll der Gehölzaufwuchs zurückgedrängt werden. Hier sind es vor allem Schlehengebüsche, die immer weiter an den Weg und seitlich in die Offenflächen hineinwachsen.

Dazu wird auch ein Mulchgerät zum Einsatz kommen, wodurch zunächst sämtliche Vegetation weitgehend verschwindet. Spätestens im kommenden Frühjahr werden die gemulchten Flächen aber wieder begrünt sein, ein Grund zur Besorgnis besteht also nicht. Die Arbeiten sind im Vorfeld mit dem Nationalparkamt Müritz, der Stadt und der Ortsgruppe des NABU abgestimmt worden.

Hintergrund: Am Ostufer der Feisneck wächst eine Vielzahl von seltenen und bedrohten Pflanzenarten, wie z.B. der Sumpfsitter (Epipactis palustris), die Ästige Graslilie (Anthericum ramosum) die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) oder die Sand-Sommerwurz (Orobanche arenaria). All diese Arten sind auf eine mehr oder weniger regelmäßige Pflege angewiesen, weil sie ansonsten von konkurrenzstärkeren Pflanzenarten verdrängt werden würden.

Die Landschaft wird deshalb bereits seit Ende der 1980er Jahre als Naturschutzfläche regelmäßig gepflegt. Die für dieses Jahr geplante Wiederaufnahme der Beweidung mit Schafen konnte leider nicht realisiert werden. Deshalb muss jetzt eine umfangreiche manuelle Pflege erfolgen.


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