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Unterrichtsausfall in MV auf relativ konstantem Niveau

6. März 2020

An den staatlichen allgemein bildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ist der Unterrichtsausfall laut Bildungsministerium im Schuljahr 2018/2019 landesweit auf eher niedrigem Niveau geblieben. Der Unterrichtsausfall lag im Schuljahr 2018/2019 bei 2,5 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum. 88,3 Prozent der Unterrichtsstunden konnten regulär erteilt werden. Seit dreizehn Schuljahren schwanke der Unterrichtsausfall an den allgemein bildenden Schulen nur wenig.

„Jede Unterrichtsstunde, die an unseren Schulen ausfällt, ist eine Stunde zu viel“, betonte Bildungsministerin Bettina Martin. „Weil wir wissen, dass in ganz Deutschland und somit auch in MV ein hoher Lehrkräftebedarf bestehen wird, werden wir mit zusätzlichen Investitionen über das 200-Millionen-Euro-Schulpaket über einen Zeitraum von vier Jahren gezielt gegen Unterrichtsausfall vorgehen und vor allem Maßnahmen ergreifen, um neue Lehrkräfte zu gewinnen, zusätzliche Lehrer an den Hochschulen auszubilden und um die Arbeitssituation für die vorhandenen Lehrkräfte an unseren Schulen zu verbessern“, erklärte Martin.

„Wir werden ab dem kommenden Schuljahr alle Grundschullehrkräfte besser bezahlen und das Grundschullehramt an der Universität Greifswald einführen, damit wir mehr Lehrkräfte im Land ausbilden können“, so die Bildungsministerin. „Wir werden die Gesundheitsprävention für Lehrer verstärken und älteren, erfahrenen Lehrkräften zusätzliche Anrechnungsstunden ermöglichen. Das heißt, sie werden ab 63 Jahren entlastet in der Hoffnung, dass weniger Lehrkräfte frühzeitig in den Ruhestand gehen.“

„Der Unterrichtsausfall ist an unseren Schulen unterschiedlich hoch. An einigen Schulen fällt viel Unterricht aus, weil Lehrkräfte erkranken, an anderen Schulen gibt es weniger Ausfall“, so Martin weiter. „Diese differenzierte Situation vor Ort spiegelt die landesweite Statistik mit ihren Durchschnittszahlen nicht wider. Dennoch sind die Zahlen ein wichtiger Indikator. Sie zeigen, dass trotz größeren Lehrerbedarfs der Unterrichtsausfall insgesamt nicht weiter gestiegen ist. Dafür danke ich den Lehrern, die engagiert einspringen und zum Beispiel mit Vertretungsunterricht dafür sorgen, dass nicht mehr Stunden ausfallen“, lobte sie.

Wie aus dem Bericht zum Unterrichtsausfall und Vertretungsunterricht weiter hervorgeht, lag der Unterrichtsausfall an den staatlichen beruflichen Schulen im Schuljahr 2018/2019 bezogen auf das Stundensoll gemäß Stundentafel und ohne elementare Ereignisse mit 6,9 Prozent leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im Schuljahr 2017/2018 waren es 6,4 Prozent. In Folge des Lehrerstreiks fielen an beruflichen Schulen zum Beispiel 567 Unterrichtsstunden aus. An den beruflichen Schulen konnte im Schuljahr 2018/2019 insgesamt 86,4 Prozent des Unterrichts regulär erteilt werden.

„Große Chancen bietet auch die Digitalisierung“, führte die Bildungsministerin weiter aus. „Über eine landesweite eLearning-Plattform wollen wir digitale Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stellen, mit denen Schülern lernen. Diese Lerninhalte stehen dann auch im Vertretungsfall zur Verfügung, so dass Vertretungslehrkräfte an den regulären Unterricht anknüpfen können“, so Martin.


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