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Von einem jungen Müritzer, der auszog, um zu helfen

2. November 2018

Noch keinen Plan, was nach der Schule ansteht? So ging es auch Lukas Hundt aus Waren. Der 19-Jährige hat in diesem Jahr sein Abitur am Richard-Wossidlo-Gymnasium abgelegt und wollte nicht gleich wieder die Schulbank drücken, sondern vor einem Studium zunächst hinaus in die große, weite Welt.

Und das hat er getan. Aber nicht zum Vergnügen.
Hier ein Bericht des jungen, engagierten Müritzers, der seit zwei Monaten in Peru Kinder unterrichtet:

Vor einem Jahr ging es mir noch wie vielen Jugendlichen, die gerade ihren Schulabschluss machen. Ich hatte keine Ahnung, wohin mit mir. Also beschloss ich erst einmal, die Welt zu erkunden, bevor ich mich wieder in den Lernalltag eines Studiums begebe. Beim DRK fand ich ein großartiges Projekt: Einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst im Ausland. Hier konnte ich meine Abenteuerlust sogar noch mit sozialer Arbeit verbinden.

Jetzt lebe ich schon seit zwei Monaten am anderen Ende der Welt – in der Kleinstadt Abancay, in den peruanischen Anden. Ich arbeite hier an einer kleinen Schule und gebe Englischunterricht, denn Englisch spricht hier so gut wie niemand. Ein schwieriges Unterfangen, da ich noch ein sehr gebrochenes Spanisch spreche und die Kinder ihre ersten Wörter in einer Fremdsprache lernen. Man beginnt klein mit Zahlen, Farben oder Tiernamen. Die Schüler kommen oft aus schwierigen familiären Situationen und können sich deshalb keine besonders gute Schulbildung leisten.

Es mangelt dauerhaft an Lehrern, da man diese nicht bezahlen kann, das Schulgebäude ist noch ein Rohbau und selbst fließend Wasser in den Bädern ist eher eine Ausnahme, da es ständig ausfällt. Trotzdem strahlen die Kinder ständig Fröhlichkeit aus und ich werde jedes Mal, wenn ich das Gebäude betrete, von einer Horde Kinder belagert, die etwas spielen oder einfach umarmt werden möchten.

Das bereitet mir immer Freude und motiviert mich, hier trotz der schwierigen Bedingungen als Freiwilliger zu arbeiten. Insgesamt arbeiten wir mit acht Freiwilligen in der Stadt an verschieden Einsatzstellen und helfen, so gut wir können.

Unsere Projekte sind unter anderem noch zwei weitere Schulen, ein Hort und ein Seniorenheim, wo wir die Tradition von nun schon einigen Jahren Freiwilligenarbeit des DRK fortführen. Dabei sind wir trotz einiger Fördergelder jedoch immer auf Spenden angewiesen.

Wenn Sie also bereit sind unsere Arbeit in Peru zu unterstützen oder einfach noch Fragen haben melden Sie sich gerne bei mir per Privatnachricht. (https://www.facebook.com/lukas.huudt)

Grüße aus Südamerika Lukas Hundt


Eine Antwort zu “Von einem jungen Müritzer, der auszog, um zu helfen”

  1. Zita Mörke sagt:

    „Aber nicht zum Vergnügen.“
    Ich hoffe, seine Arbeit macht ihm Freude, denn, immer wenn mensch irgendwo „nicht zum Vergnügen“ ist und wirkt, hat das irgendwie verheerende Nebenwirkungen…

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