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Von einem Röbeler, der sich in vier Jahren „halbiert“ hat

12. August 2018

Man kennt sie aus der Werbung, diese Vorher-Nachher-Fotos mit den natürlich immer erstaunlichen Ergebnissen irgendwelcher Wunder-Diäten. Aber man weiß auch, dass sie sehr häufig nicht der Realität entsprechen, sondern schlichtweg gefälscht sind.

Auch von Mirko Luschnat aus Röbel gibt es solche Vorher-Nachher-Bilder. Echte. Auch wenn der Betrachter nicht glauben mag, dass es sich bei der Person auf den vier Jahre alten Bildern um den selben Mann handelt, der auf den aktuellen Fotos zu sehen ist.

Doch sie sind echt, diese Bilder: Mirko hat innerhalb von vier Jahren rund 120 Kilo abgenommen. In Kürze läuft er in Palma seinen ersten Halbmarathon.

„Klick gemacht hat es vor vier Jahren, als mein Arzt mir ins Gesicht gesagt hat, dass ich höchstens noch zwei Jahre lebe, wenn ich so weiter mache“, erzählt der heute 46-Jährige, der aus Mecklenburg stammt, aber viele Jahre in Baden-Württemberg zu Hause war.
Damals ließ er sich unter anderem mit Verdacht auf Herzinfarkt behandeln, sein Blutdruck war viel zu hoch, ganz zu schweigen von den Zuckerwerten.

Zu diesem Zeitpunkt wog er 190 kg, bewegt hat er sich kaum. Und so stieg sein Gewicht in den kommenden Wochen noch auf 220 kg an. Bis zum Tag der OP, die ihm wahrscheinlich das Leben gerettet hat.

Mirko Luschnat bekam einen so genannten Schlauchmagen – dabei wird das Magenvolumen um etwa 80 bis 90 Prozent reduziert, der Patient kann folglich viel weniger essen.
„Das war im März 2015. So habe ich die ersten 40 Kilo ohne Sport abgenommen. Als ich mich dann wieder bewegen konnte, ging’s mit Nordic Walking los. Irgendwann konnte ich die Stöcker weglassen“, erinnert sich der sympathische Röbeler, der in der Plattenproduktion des CD-Werkes arbeitet und an der Müritz inzwischen eine kleine Familie gegründet hat.

Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Nicht nur, dass der Zeiger der Waage immer weiter nach unten pendelte, Mirko konnte immer weitere Strecken laufen und vor allem: Seine Gesundheit verbesserte sich erheblich. „Meine Zucker- und Blutdruckwerte waren wieder im normalen Bereich. Das hat mich noch mehr angespornt“, sagt der 46-Jährige, der natürlich auch nicht verschweigt, dass sein Weg ein ziemlich steiniger war und ist.

Essen kann er durch die Magenverkleinerung nicht mehr alles und nur verteilt in kleine Tages-Portionen, Alkohol verträgt er so gut wie gar nicht. „Aber die positiven Effekte überwiegen. Ich muss nicht auf alle Schlemmereien verzichten, sondern nur auf die Menge achten.“

Im vergangenen Jahr absolvierte er bei einem Schweriner Lauf-Event die 10-km-Strecke, im Oktober dieses Jahres möchte er seinen ersten Halbmarathon beim „Zafiro Palma Marathon“ meistern. Das muss er nicht alleine, seine ganze Familie reist mit – neben seiner Frau Kathrin, die ihn tatkräftig unterstützt, sein zwei Jahre alter Sohn Luk Alexander, Mutter, Schwester und Neffe.

Doch auch damit gibt sich Mirko Luschnat noch nicht zufrieden. Er will mehr. Im kommenden Jahr steht zunächst eine weitere Operation an. Die überschüssige Haut muss weg. Mirko wird dadurch nochmal mindestens zehn Kilo verlieren. In zwei Jahren würde er dann gerne einen Jedermann-Triathlon in Angriff nehmen und in drei Jahren sein großes Ziel – einen Marathon.

Neben seiner wiedergewonnenen Beweglichkeit und Gesundheit treibt ihn auf seinem neuen Weg seit gut zwei Jahren noch etwas anderes an: Sein kleiner Sohn, mit dem er tollen, toben und Sport machen kann – vor vier Jahren wäre das noch undenkbar gewesen.

Wir wünschen Mirko weiterhin viel Erfolg und werden ihn auch weiterhin begleiten.


2 Antworten zu “Von einem Röbeler, der sich in vier Jahren „halbiert“ hat”

  1. Peter Sohr sagt:

    Beeindruckend, wirklich sehr beeindruckend. Auch wenn ich derartige Radikalkuren nebst Magenverkleinerung nicht unbedingt gut heiße. Dennoch wird sehr eindrucksvoll aufgezeigt, was ein eiserner Wille und ein Rückhalt innerhalb der Familie bewirken.

    Ein wirklich schönes Beispiel.

  2. Mirko Luschnat sagt:

    Danke schön. Super Beitrag.

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