Waren: Feisneck-Steg doch nicht mehr zu retten

20. Juli 2023

Doch keine provisorische Reparatur des beliebten Steges am Feisneck-Strand: In dieser Woche haben die Instandsetzungsarbeiten begonnen – mit einem bösen Erwachen. Im Zuge der Rückbauarbeiten der oberen Bohlen wurden durch die ausführende Wasserbaufirma laut Stadtverwaltung weitere schwerwiegende Schäden an der Tragkonstruktion festgestellt.

Die Pfahlköpfe sowie die Unterzüge der Tragkonstruktion sind so massiv geschädigt, dass eine Instandsetzung aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr gegeben ist. Die jetzt hinzu gekommenen Schäden an der Tragkonstruktion waren vorab nicht ersichtlich und konnten nicht begutachtet werden.

Um eine weitere Benutzung und gegebenenfalls Unfälle zu vermeiden, werden die Stegbohlenlage sowie darunter liegende Schwellen der Tragkonstruktion zurückgebaut.

Eine umfangreiche Sanierung oder ein Neubau sollen zur kommenden Saison folgen. Dafür, so Bauamtsleiter Ingo Dann in einem Gespräch, sind auch noch Abstimmungen mit dem Nationalparkamt nötig, das aufgrund der Lage des beliebten Freibades ein Wörtchen mitzureden hat. Schon vor Jahren wollte die Stadt den Strand durch verschiedene Maßnahmen aufwerten, denn auch die Lösung mit einem Dixi-Klo ist alles andere als ideal. Doch es gab zum einen erhebliche Bedenken von Naturschützern, zum anderen waren auch nicht alle Stadtvertreter überzeugt von den Plänen. Deshalb ist an der Feisneck alles so geblieben, wie bisher. Auch die Brücke. Doch die macht nun schlapp.

Der Zugang zum Badesteg wird mit einem Bauzaun verschlossen. „Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass das Betreten des Steges aus Sicherheitsgründen untersagt wird“, so die Stadt Waren.

Foto: Cornelia Strubelt


2 Antworten zu “Waren: Feisneck-Steg doch nicht mehr zu retten”

  1. Lutra sagt:

    Tausende Euro teure Gutachten über Sichtachsen im Stadtbild oder über die Struktur des Wirtschafts- und Umweltpreises der Stadt sind wichtiger, als der Badesteg der Bürger.
    Ich glaube kein Wort davon, daß nicht zu erkennen war, dass der Steg kaputt ist.
    Kann doch wohl nicht so schlimm sein, da mal einen Zimmerermeister hin zu schicken, der das rechtzeitig inspiziert. Jeder Bootsschuppenverein kann seine Stege warten, ein Bauamt aber scheitert.
    Stand wohl nichts im ISEK darüber, dass die Bürger baden möchten.

  2. Willy sagt:

    Ich nehme Wetten, dass dieser Steg nicht wieder aufgebaut wird. Neben zu hohen Kosten werden jetzt die Naturschützer auflaufen und der Rest der Verwaltung knickt ein.