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Warener Gemeindemitglieder reisen in das Heilige Land

15. Februar 2016

„Seid ihr verrückt?“ – diesen Satz hat so mancher Müritzer im Vorfeld der Reise gehört, die Pastorin Anja Lünert aus der Warener Georgengemeinde für Anfang Februar nach Palästina und Israel organisiert hatte. Die 25 Reisenden sind jetzt wieder munter und glücklich in Berlin Schönefeld gelandet. Eine erlebnisreiche Woche haben sie im Heilige Land verbracht – einem Land der Gegensätze und der Zerrissenheit und gleichzeitig einem Land, in dem es viel guten Willen, wunderbare Menschen und großartige Kultur zu sehen gibt.

„Mit uns gereist sind biblische Texte, die hier in ihrer Heimat gelesen und lebendig wurden“ so Anja Lünert. Die Reise führte vom See Genezareth an das Mittelmeer über die Wüste von Galiläa und dem Toten Meer nach Jerusalem und Bethlehem.

GeorgenDie Fahrt durch Jericho, der ältesten Stadt der Welt, begeisterte genauso, wie die Besichtigung von Akko, deren Ausgrabungen der Johanniterfestung auch ein Stück europäische und deutsche Geschichte erzählen. Ein Stück deutsche Geschichte – und zwar nicht das beste – wird auch in Yad vashem greifbar, der Shoahgedenkstätte in Jerusalem. So manch einer hatte anschließend für das Gesehene kaum Worte.
Da ist es schön, dass im Hain der Gerechten auch die andere Seite greifbar wird – in vielen Menschen, die in der Zeit der Naziherrschaft in Europa jüdischen Menschen beigestanden haben. Am letzten Tag haben die Müritzer die soziale-diakonische Einrichtung „Lifegate“ in Beth Jala, einem Stadtteil von Bethlehem, besucht, eine beeindruckende Einrichtung für behinderte Kinder und Jugendliche.

Begleitet wurde die Reise durch einen palästinensischen Touristenführer, der mit Witz und Wissen Land und Leute näher gebracht hat.

„Wir haben grüne Landschaften, Dattelplantagen und Wälder gesehen, die Wüste, das Meer, die salzigen Gebiete am Toten Meer, wir haben in Jerusalem im Regen gefroren und am Toten Meer in der Sonne gelegen. Geschneit hat es zwar nicht, aber von Winter bis Sommer haben wir alles erlebt. Landschaft und Klima sind genauso abwechslungsreich wie die Menschen. Das Neben- und Miteinander der Religionen und Völker ist nicht immer spannungsfrei. Diese Spannungen sind es, wovon wir in unseren Medien vor allem erfahren. Eine einfache Lösung wird es nicht geben. Wer nach Israel reist, staunt eher, wie gut es dann doch funktioniert.

Für die Mitreisenden hat sich ihr Bild von Palästina und Israel in jedem Fall verändert. Ganz verstehen wird man das alles wohl nie, besser als vorher in jedem Fall“, resümiert Pastorin Lünert.

 


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