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2021 weniger Kaiserschnitte in Mecklenburg-Vorpommern

28. April 2021

Im Corona-Jahr 2020 sind in Mecklenburg-Vorpommern weniger Babys per Kaiserschnitt geboren als im Vorjahr. Das zeigt eine Datenauswertung der stationären Entbindungen der KKH Kaufmännische Krankenkasse. So betrug die Kaiserschnittquote in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr 29,2 Prozent, im Jahr 2019 lag sie bei 36,4 Prozent. Im Bundesdurchschnitt hat 2020 fast jedes dritte Baby (32,8 Prozent) per Sectio das Licht der Welt erblickt.

Die KKH verzeichnet seit mehreren Jahren hohe Kaiserschnittquoten und begrüßt deshalb, dass im vergangenen Jahr eine erste medizinische Leitlinie zu diesem Thema herausgegeben wurde. Die neue Handlungsempfehlung soll Ärzten bei der Beratung für oder gegen einen Kaiserschnitt als Unterstützung dienen. Die KKH hofft, dass dadurch der Kaiserschnitt als Geburtsmethode noch sensibler eingesetzt wird und Schwangere eine bessere Aufklärung erhalten. Denn auch wenn der Eingriff routinemäßig in den Krankenhäusern durchgeführt wird, sollte er nur aus medizinischen Gründen und nach sorgfältiger Aufklärung und Abwägung erfolgen.

Corona-Impfung für Kontaktpersonen von Schwangeren

Werdende Eltern stehen in der Corona-Krise überhaupt vor besonderen Herausforderungen: strenge Besuchsregeln auf Geburtsstationen, erschwerte Wochenbett-Betreuung durch Hebammen und die stete Sorge vor einer Covid-Infektion innerhalb der Familie. Eine positive Nachricht ist, dass Schwangere laut Impfverordnung des Bundes die Möglichkeit haben, zwei enge Kontaktpersonen zu bestimmen, die sich vorzeitig gegen Corona impfen lassen können. Die Kontaktpersonen werden zur Priorisierungsgruppe II mit hoher Priorität gezählt und erhalten ein Angebot für einen Impftermin. Die KKH rät allen Schwangeren, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen und zum Beispiel werdende Väter oder Großeltern zu benennen. Für die individuelle Terminvergabe sollten Interessierte mit dem örtlichen Impfzentrum Kontakt aufnehmen. Für die Impfberechtigung benötigen die Kontaktpersonen eine Bescheinigung, die bei den Bundesländern im Internet herunterzuladen ist, sowie eine Kopie des Mutterpasses.

Schwangere und stillende Frauen sollen laut aktueller Empfehlung der Ständigen Impfkommission vorerst nicht gegen Corona geimpft werden, da zu Risiken und Nebenwirkungen keine ausreichenden Daten vorliegen. Nur vereinzelt ist bei hohem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf eine Impfung nach Rücksprache mit einem Arzt sinnvoll.


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