
Die junge Frau, die wohl in ihrer eigenen Wohnung gefesselt war, konnte sich bereits am Donnerstag selbst wieder befreien, als die Männer weg waren. Sie rief die Polizei, die gleich mit einem Großaufgebot anrückte. Das war auch gut: Ein 18-Jähriger konnte auf dem Weg von der Oststadt ins Zentrum am Mühlendamm aufgrund der Beschreibung sofort festgenommen werden. Wenige Stunden später klickten bei einem 21-Jährigen die Handschellen, der der Komplize gewesen sein soll.
Damit sind die Ermittlungen wegen erpresserischen Menschenraubes und Freiheitsberaubung aber noch nicht beendet. Geklärt werden muss noch, ob die Neubrandenburger die junge Frau schon vorher kannten und wie sie in ihre Wohnung kamen. Auch das Motiv, warum sie an Geld kommen wolten, ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft hat versucht, Haftbefehle zu bekommen, was aber bei dem jüngeren Mann erstmal nicht klappte.
Er wurde wieder auf freien Fuß gesetzt. Als zwingende Haftgründe gelten unter anderem, die Gefahr, das jemand eine weitere solche schwere Straftat begeht, oder Fluchtgefahr. Wenn der Verdächtige einen festen Wohnsitz vorweisen kann und auch in einem Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis steckt, sind Haftbefehle wenig wahrscheinlich.







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