Städte und Gemeinden haben seit vielen Jahren ordentlich zu knapsen, die Kassen sind meist leer und füllen sich kaum. Große Investitionen können nur die wenigsten stemmen. Doch eine Gemeinde sticht regelmäßig heraus – Grabowhöfe mit den Ortsteilen Sommerstorf, Louisenfeld, Panschenhagen, Baumgarten, Sophienhof und Vielist. Es vergeht kaum ein Monat, in dem Bürgermeister Enrico Malow (CDU) nicht wieder einen Fördertopf ausfindig gemacht und „frisches“ Geld für die Gemeinde besorgt hat. Doch wie macht der 43-Jährige, der bei der Wahl am Sonntag sowohl als Bürgermeister für Grabowhöfe als auch für den Kreistag Mecklenburgische Seenplatte antritt, das? Wie „leiert“ er Kreis und Land immer wieder Geld aus der Tasche? Was macht er anders als seine Kollegen?

Erst vor kurzem konnte der rührige Bürgermeister die neu gemachte Straße zwischen Grabowhöfe und Sommerstorf einweihen. Die stammte noch aus den 70er Jahren und war in einem miserablen Zustand. Die knapp 1500 Meter lange Straße ist jetzt glatt, wie ein „Kinderpopo“, Kostenpunkt: 563 00 Euro, satte 387 000 Euro gab es vom Land dazu. Das Kuriose. Den dicken Scheck von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer holte sich Enrico Malow im Büro von Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) ab. Während Möller leer ausging und sich eine Abfuhr in Sachen Steinmole einfing, zog Malow mit fast 400 000 Euro in Richtung Grabowhöfe.
Auch für die nächste Straße hat der 43-Jährige schon wieder Geld „besorgt“ – die etwa 400 Meter Lange Gutshofstraße in Louisenfeld bekommt eine Kur – 251 000 Euro schießt der Landkreis dazu. Vor wenigen Tagen gab’s denn den ersten Spatenstich mit der Telekom, damit in den Gemeinden künftig durch Breitband richtig fix im Internet gesurft werden kann.

Ein ganz dicker Brocken steht Grabowhöfe im Jahr 2026 bevor. Die Bahn will die Brücke Louisenfeld wegen nicht ausrechender Abstände erneuern und die Gemeinde dafür kräftig zur Kasse bitten (WsM berichtete). Aber da hat die Bahn wohl nicht mit der Gegenwehr von Enrico Malow gerechnet. Der ist gerade eifrig dabei, Unterstützung auf Bundes- und Landesebene zu organisieren und schreckt auch vor einem Gang zu Gericht gegen den Giganten Deutsche Bahn nicht zurück.
„Die letzte Legislaturperiode war rückblickend betrachtet die anstrengendste – in der Gemeinde, aber auch im Kreistag. Doch gemeinsam haben wir alles gemeistert. Ich wünsche mir, dass wir uns diesen Zusammenhalt zwischen Gemeindevertretern, Amt, Bürgermeister und Bürgern erhalten und noch ganz, ganz viel für Grabowhöfe und die Ortsteile auf die Beine stellen“, so der Christdemokrat abschließend. Bei der letzten Bürgermeisterwahl vor fünf Jahren haben ihn die Einwohner seiner Gemeinden mit dem Traumergebnis von fast 95 Prozent wieder gewählt. Mal sehen, wie es am Sonntag aussieht.
Foto oben: Enrico Malow holt sich den Scheck für den Straßenausbau im Büro von Warens Bürgermeister Norbert Möller von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer ab.
Foto oben im Text: Auf Sybille Ockert kann sich Enrico jederzeit verlassen.
Foto unten: Erster Spatenstich für den Breitbandausbau in Grabowhöfe und Ortsteilen.














Hallo,da kann sich die Gemeinde Peenehagen ein Beispiel nehmen.So ein Bürgermeister wünscht man sich der mit seinen Bürgern zusammen arbeitet.
Enrico hat’s halt drauf!. Weiter so, mehr davon!
@alle anderen Politiker: Benutzt die älteste Lerntechnik der Welt: abgucken und nachmachen.
Glückwunsch, Enrico und Sibylle, wir kennen Euch persönlich und schätzen Euch als gute Freunde. Weiter so! Ach, hätten wir doch auch so einen Bürgermeister. Wir bedauern, nicht in Euerem Wahlbezirk zu wohnen, unsere Stimme wäre Euch sicher. Viel Erfolg, Glück und Gesundheit!