Keine Einigung zur Brücken-Problematik in Waren

7. Juni 2024

Der Neubau des Schiffsanlegers in Ecktannen, der in der vergangenen Saison wegen Sicherheitsmängeln gesperrt werden musste, wird zunächst nicht in Auftrag gegeben. Zwar wollte Warens Verwaltung, dass die Stadtvertreter beschließen, dass die Brücke für etwa 430 000 Euro inklusive Planung neu gebaut wird, doch da haben die Stadtvertreter am Mittwochabend nicht mitgespielt. Auch, weil die FDP/MUG-Fraktion einen Änderungsantrag präsentierte und darin forderte, dass zunächst die Brücke am Strandbad Feisneck neu gebaut wird. Letztendlich ist weder für die eine noch die andere Brücke eine Entscheidung gefallen. Stattdessen sollen die Mitglieder im Stadtentwicklungsausschuss noch einmal zu dem Thema beraten.

Zur Saison im vergangenen Jahr musste die Stadtverwaltung gleich zwei Stege sperren. Zunächst die Brücke am beliebten Strand Feisneck, dann auch noch den Schiffsanleger in Ecktannen. Beide sind – im wahrsten Sinne des Wortes – hin. Zu dieser Saison werden die Warener auf beide Stege weiterhin verzichten müssen, und wie es aussieht, ist auch noch nicht sicher, ob sie im Sommer 2025 von einer Brücke an der Feisneck hopsen können. Denn Fördermittel sind für beide Projekte derzeit nicht in Sicht.

Zumindest den Anleger in Ecktannen wollte die Stadtverwaltung jetzt für 430 000 Euro in Angriff nehmen. Doch das schmeckte nicht allen Stadtvertretern. Sie argumentierten, dass die Brücke zwar von Anglern und ein paar Wanderern als Aussichtsplattform genutzt wird, aber nur ganz selten von Schiffen. Zahlen, wie oft Fahrgastschiffe dort in den vergangenen Jahren angelegt haben, präsentierte die Stadtverwaltung nicht.

Dagegen ist allgemein bekannt, dass der Badesteg am naturbelassenen Feisneckbad von sehr vielen Einheimischen und Gästen genutzt wurde – in den angrenzenden Wohngebieten wohnen tausende Menschen. Deshalb der Antrag der FDP/MUG-Fraktion, die zur Verfügung stehenden Mittel zunächst für den Feisnecksteg zu nutzen. Der Antrag fand zwar so keine Mehrheit, aber viele Stadtvertreter stimmten zu, regten aber an, noch einmal im Stadtentwicklungsausschuss zu diskutieren, um eine Gesamtlösung zu finden.

Während Fördermittel für den Feisnecksteg noch nicht ganz abgeschrieben sind, ist bereits klar, dass es für den Schiffsanleger in Ecktannen keine Zuschüsse gibt.

Bild: Der Feisneck-Steg kurz vor der Sperrung.
Foto: Cornelia Strubelt


3 Antworten zu “Keine Einigung zur Brücken-Problematik in Waren”

  1. Bademeister sagt:

    Möller,
    bitte den Steg an der Feisneck
    für die Kids und alle sanieren.
    JETZT…und nicht wieder rumeiern.

  2. Herby sagt:

    Der Steg bzw Anleger Ecktannen wird doch nur sehr selten genutzt.
    Nach meinem Kenntnisstand gehört er dem WSA u wird von der Berufsschiffahrt benutzt. Bei meinem Rechtsverständnis bin ich der Meinung fass die geschäftsmäßigen Nutzer diese Reparatur bezahlen sollten.
    Wo bei der Feisnecksteg der Allgemeinheit zu Gute kommt. Hier wären die Steuergelder besser angebracht

  3. Dorelli sagt:

    Wie sollen die Kids vom Papenberg lernen,wie man ins Wasser springt,fürs Schwimnabzeichen u.a.nötig? Der Steg an der Feisneck fehlt allen Anwohnern und Gästen.Er hat vielen Kindern viel Spaß gebracht,vielen Wanderern eine kleine Rast mit schöner Aussicht beschert.Von einem Heilbad erwartet man mehr als nur eine bewachte Badestelle für die 22000 Einwohner und die vielen Gäste.Bitte , werte Stadtvertreter,schaut nach mehreren Möglichkeiten zur Finanzierung des Badesteges!!! Es eilt!