
Die Starter mussten zuerst einen „jungen suchenden Rothirsch“ imitieren, indem sie ihre Laute in verschiebbare Rohre „röhrten“. Die fünf Männer der Jury, darunter Thomas Kelterborn vom Forstamt Drewitz, saßen hinter dichten Vorhängen, wusste also nicht, wer da jeweils röhrte, und hielten ihre Punktekarten von 1 bis 6 nach den Versuchen hoch. Hier konnte sich Braun zu Beginn bereits einen Vorsprung sichern. Beim zweiten Ruf „Der Platzhirsch erreicht die Weibchen“ konnte Rese dann kräftig aufholen.
So musste der dritte Ruf entscheiden. Dabei mussten die Teilnehmer zwei miteinander konkurrierende Hirschmännchen imitieren. Das erwies sich als Königsdisziplin für den alteingesessenen Wittstocker Braun. Er röhrte in ein verschiebbares Rohr und ein Horn, dass es nur so schallte. Und bekam dafür auch die einzigen Sechsen, also die höchste Wertung überhaupt.
Letztlich konnte Braun wieder die Trophäe mitnehmen und darf Norddeutschland im Sommer 2023 bei den Deutschen Meisterschaften vertreten, Dort hat der 51-Jährige sogar schon einmal den Titel gewonnen. Zuletzt hieß sein ärgster Konkurrent im Nordosten Thomas Soltwedel von der Mecklenburgischen Seenplatte. Dieser war 2022 noch Vizemeister in Deutschland, konnte aber – wie gesagt – krankheitsbedingt diesmal nicht in Bollewick dabei sein.









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