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Der Traum vom „Aqua Regia Park“ unweit der Müritz

25. August 2015

Der Traum vom eigenen Schwimmbad ist in Waren mit einem riesigen Tauchturm verbunden. Der 35 Meter hohe „Diving Tower“ wäre das Kernstück des „Aqua Regia Parkes“, den Investor Gregor Schmidt in das Kurgebiet am Nesselberg setzen will, wie er gestern Abend bei der Vorstellung seiner Pläne in Waren erklärte.

Kur1„Es wäre der vierte Tauchturm in Deutschland und mit der Höhe der größte der Welt», sagte der 52-jährige Geschäftsmann aus Radolfzell am Bodensee. Auch architektonisch würde die Investition viel hermachen: Der Tauchturm würde mit zwei Hotelflügeln im Norden und einem dritten Flügel nach Süden verbunden, in dem das Schwimmbad liegen soll. Die futuristischen Entwurfspläne erinnern von allen Seiten an vieretagige Kreuzfahrtschiffaufbauten, die an Land liegen.

„Wenn die Stadt zustimmt, könnte alles Anfang 2019 fertig sein», sagte Schmidt, der selbst Taucher ist. «Wir haben Nachholbedarf bei saisonverlängernden Maßnahmen im Tourismus“, fand Warens Bürgermeister Norbert Möller. In diese Richtung gehen die Pläne der RP Entwicklungsgesellschaft, die Schmidt leitet. Auf den 83 000 Quadratmetern zwischen Feisnecksee, psychosomatischer AHG-Rehaklinik und dem Gesundheitshotel soll zusammen mit dem Tauchmekka eine Kombination von noblem 140-Zimmer-Hotel, Hallenbad, Therapie- und Wellnesszentrum, Personalwohnungen kombiniert mit einem Seminar- und Eventzentrum für bis zu 300 Leute entstehen. Selbst an Indoor-Golfanlage und therapeutisches Reiten hat Schmidt gedacht.

„Deutschlandweit gibt es 5,3 Millionen Taucher, wir rechnen mit rund 53 000 Tauchern im Jahr in Waren, davon 75 Prozent außerhalb der Hauptsaison“ hat er errechnet. Tauchen wäre selbst eine tolle Therapie für bestimmte Gruppen.
Rund 28 Millionen Liter Wasser würde der Turm passen, dessen Unterwasserfauna und -flora möglichst naturnah gestaltet werden soll. Ähnliche Tauchtürme gebe es bisher nur in München, Essen und Siegburg, allerdings nicht in der Kombination, wobei Schmidt auf Kooperationen mit den Gesundheitsexperten nebenan hofft. Rund 67 Millionen Euro würde der Bau dann kosten.

Text und Fotos: WW

Kur

 


6 Antworten zu “Der Traum vom „Aqua Regia Park“ unweit der Müritz”

  1. Charly sagt:

    Ein wirklich tolles und auch kühnes Projekt. Eine wahrhaft grandiose Bereicherung für Waren, seine Bevölkerung und Touristen. Ein wünschenswertes und sinnvolles ganzjähriges!! Angebot. Hoffentlich ist die Stadt nun auch ein helfender Partner, der unterstützt und nicht blockiert! …. supper, supper!

  2. Deli sagt:

    Hört sich ja gut an aber das ist wohl ne Nummer zu Groß für Waren,oder? Ob sich das wirklich lohnt?
    Können wir Warener da den auch wirklich rein ohne dort „Urlaub“ zu machen, also ohne das wir da ein Hotelzimmer buchen? … den das sollte es ja auch bei der Kurklinik geben …

    Das beim Seeufer hat im Endeffekt ja auch nicht geklappt … warum sollten die hier fast den gesamten Nesselberg zu bauen?
    Das sieht doch nachher nicht aus wenn da alles zu gebaut ist …

  3. Sigi sagt:

    Damit wäre das Problem der fehlenden Schwimmhalle zumindest langfristig gelöst.
    Und es wäre klasse für die Wirtschaft, denn die Taucher würden ja nicht nur im Sommer kommen, sondern auch in den anderen Jahreszeiten.
    Kurz gesagt: Das wäre mal ein Projekt, dass viele Bereiche abdeckt (Sport, Tourismus, Therapeutisches) und definitiv für einige Arbeitsplätze sorgen würde.
    Daumen hoch!

    Allerdings fürchte ich, dass das Ganze, so wie viele hochfliegende Pläne der letzten Zeit, in Waren im Sande verlaufen wird.

  4. Micha sagt:

    Ja alles gut und schön … Schwimmhalle , Arbeitsplätze usw. Aber A ist das PROJEKT noch gar nicht Finanziert und bei 70 Millionen ,müssen sich noch einige Zahlungskräftige Mitspieler finden der erste hat nur 13 ins Spiel gebracht wie man hörte . Und den rest …..? Das ist ja keinTaschengeld und selbst für Leute mit Geld gut zu überlegen , denn viele Köche verderben bekanntermaßen den Brei. Und B, haben wir hier noch dass Projekt Seepark wo noch kein Ende in sicht ist und wo die Stadt und ihre Vertreter keine Peilung haben und es zu keinem Ergebnis kommt . Und jetzt kommt Herr N.M. unser BM mit der grossen Geheimnis Kiste um die Ecke und haut hier so ein Brummer in den Ring ……!!! Er soll erstmal andere Probleme lösen und nicht neue schaffen, oder sitzt da jemand auf Wolke 7 und hat zuviel Höhe bekommen. Oder geht es Ihm nur um die Schwimmhalle, um sich ein Denkmal zu setzen und es zu seiner persönlichen Chefsache gemacht hat ohne an andere Dinge zu denken ???!!! Im reden sind Politiker ja recht schnell …. Da bin ich echt mal gespannt ,viel schnell es da zu einer Entscheidung kommt und da liegt mit Sicherheit noch ein Haar in der Suppe. Ich hoffe nur ,dass unsere Leute hier alles genau im Auge behalten was da läuft und wie .

  5. Herr Paschke sagt:

    Tolles Projekt, einen ähnlichen Anflug von Größenwahn gab es ja vor dem Bau der Kurklinik vor knapp 10 Jahren schon mal auf dem Nesselberg. 53.000 Taucher im Jahr – das sind 1.000 pro Woche – Taucher, überall Taucher. Waren auf Augenhöhe mit München, Essen und Siegburg – mir kommen die Tränen! Die Investoren sollten mutig sein. Bestimmt sollen aber auch eimerweise Fördermittel fließen, denn darum geht es ja letztlich. Seriöse Kalkulationen sehen anders aus.

  6. Kikki sagt:

    Können wir Müritz Bewohner auch dort schwimmen gehen? Das wäre toll. Denn dann wäre das Problem gelöst mit der Schwimmhalle. Das ist ein echt schönes Projekt. Ich hoffe sehr das es sich nicht im Sande verläuft.

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