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Millionen-Investition auf verwildertem Kietzgrundstück

10. Juli 2014

Kietz2Für eines der schönsten unbebauten Grundstücke in Waren scheint sich jetzt doch noch alles zum Guten zu wenden. Eine Investmentgesellschaft, gegründet von Peter Andrees aus Plau am See sowie Werner Fleischer aus Luzern, möchte auf das verwilderte Areal des einstigen „Müritzrings“ am Kietz ein 4-Sterne-Superior-Hotel setzen. Erste Entwürfe haben die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses jetzt zu Gesicht bekommen.

Hotelvorhaben für das Grundstück am Wasser sind allerdings neu. Schon einmal plante ein Investor eine gehobene Herberge am Ufer der Müritz, schaffte es allerdings nicht, die Finanzierung auf die Reihe zu bringen. So landete die lukrative Fläche schließlich in der Zwangsversteigerung, doch auch damit wurde es zunächst nicht besser.

Jetzt soll’s aber klappen. Die Investmentgesellschaft, die extra für das Hotelprojekt gegründet wurde, plant ein U-förmiges, rund 16,50 Meter hohes Gebäude mit 105 Zimmern, öffentlicher Wellnessanlage sowie Restaurant. Auf zwei „Kellerebenen“ entstehen in einer Tiefgarage über 100 Stellplätze. Auch ein Grund dafür, dass die Gesamtinvestition bei rund 20 Millionen Euro liegen soll, denn der Baugrund präsentiert sich so dicht an der Müritz alles andere als ideal. Dennoch reichen die Flügel des Hauses, die zum Wasser hin einen geschützten Innenhof säumen, ziemlich dicht an die Müritz heran.
Die Investmentgesellschaft will das Hotel allerdings nicht selbst betreiben, sondern verhandelt nach eigenen Angaben derzeit mit möglichen Pächtern.

Und auch wenn der eine oder andere Einheimische den Eindruck haben mag, dass in Waren bereits genug Hotelzimmer zur Verfügung stehen: In diesem Segment, in dieser Anzahl und in Verbindung mit einer öffentlichen Wellnessanlage gibt es in der Müritzstadt nach Auskunft von Warens Bauamtsleiter Gunter Lüdde noch ein Defizit. Auch im Hinblick auf die Vor- und Nachsaison, in der wetterunabhängige Angebote wichtiger denn je seien.

Von den großen Bäumen, die auf dem Grundstück stehen, sollen übrigens so viele wie möglich stehen bleiben. Deshalb wollen Investor und Planer ganz eng mit Baum-Experten zusammenarbeiten. Außerdem müssen sie sich noch intensiv um die Zufahrt kümmern. Die kommt sich momentan nämlich mit dem neuen Geh- und Radweg ins Gehege.

Foto oben und unten: So soll das neue Hotel mit seinen beiden Flügeln und dem Innenhof aussehen.

Kleines Foto: Die Ansicht von der Goethestraße aus.

Fotos: Ingenieurgesellschaft Nord (ign)

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Eine Antwort zu “Millionen-Investition auf verwildertem Kietzgrundstück”

  1. Heinz-Peter Schifflers sagt:

    Wie kann man einen solchen fatalen Stilbruch nur genehmigen ??. Der bisher noch charakteristische Warener Hafen-, bzw. Altstadtbereich ! wird durch solche fragwürdigen „modernen“ Großgebauten unwiederbringlich zerstört. Waren wird seiner bisherigen idyllischen Unschuld und Atmosphäre beraubt. Das ist ein Trauerspiel und wird sich bitter rächen. Und dann wird niemand für das Debakel verantwortlich sein.
    Heinz-Peter Schifflers