Zahlreiche Patienten des MediClin Müritz-Klinikums, Angehörige und Besucher haben sich gestern umfangreich zu medizinischen Themen im Foyer des Warener Klinikums beraten lassen. Beim Aktionstag „Information und Aufklärung in der Pflege: Das geht uns alle an!“ ging es bis in den frühen Nachmittag um die Themen: Sturzprophylaxe, Pneumonie-Prophylaxe, Kontrakturprophylaxe, MRSA-Keime und Thromboseprophylaxe. Die Schüler der Alten- und Krankenpflege des zweiten Lehrjahres des Beruflichen Bildungszentrums Müritz (RBB-Müritz) gaben Auskunft und erklärten medizinische Sachverhalte.

Wenn Patienten besser über bestimmte Erkrankungen aufgeklärt sind, dann können sie zum einen auch besser verstehen wie es um sie steht oder zum anderen sogar vorbeugende Maßnahmen selber treffen, um gar nicht erst daran zu erkranken. Wer ist besonders gefährdet eine Pneumonie zu bekommen? Wie führe ich eine hygienische Händedesinfektion durch, um die Übertragung von Keimen zu vermeiden? Welche Ursachen haben Kontrakturen? Und wie beuge ich einen Sturz vor? – diese und weitere Fragen beantworteten die angehenden Pflegekräfte den interessierten Standbesuchern.

Beispielsweise wie eine Thrombose entsteht und was in einem venösen Gefäß passiert, wenn sich ein sogenannter Thrombus (ein Blutgerinnsel) darin festsetzt, demonstrierten die Schüler sehr anschaulich an einem selbstgebastelten Modell. Rosinen in transparenten Schläuchen, welche die Blutgerinnsel in einer Vene darstellen sollten, verstopften den Schlauch. Das Blut, das Sie mit rotem Früchtetee nachgestellt hatten, wird so an einem reibungslosen Fluss durch die Vene gehindert.

Die fünf Themen für den Aktionstag wurden übrigens im Rahmen eines kleinen Forschungsprojektes im Vorfeld von den Auszubildenden zum Gesundheits- und Krankenpfleger des RBB-Müritz des zweiten Lehrjahres evaluiert.
Sie befragten im April Patienten auf den Stationen des MediClin Müritz-Klinikums, zu welchen Themen erhöhter Informations- und Beratungsbedarf bestehe. Die Idee und die Begleitung des Projektes kamen Dr. Stefanie Kirschner und Dr. Anne Kirschner, beide Lehrerinnen am RBB-Müritz sowie Jeannette Romer, Berufspädagogin und Praxisanleiterin im MediClin Müritz-Klinikum.
Das Forschungsprojekt wurde von den Schülern und Lehrkräften zum Altenpflegepreis des Landes Mecklenburg Vorpommern eingereicht. Nun heißt es nach dem erfolgreich durchgeführten Aktionstag am Montag noch Daumen drücken für den Ausgang des Wettbewerbs, der Ende Juli verkündet werden soll.
Text und Fotos: Jenny Beckert, MediClin Müritz-Klinikum














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