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Polizei löst Party mit 150 Jugendlichen in Neubrandenburg auf

1. April 2021

Die Polizei hat in der letzten Nacht in Neubrandenburg eine Party mit rund 150 Jugendlichen am Tollensesee beendet und eine Reihe von Anzeigen gegen die Teilnehmer aufgenommen. Anwohner des Strandbades im Stadtteil Broda hatten über Lärm beschwert. Die Polizei stellte fest, dass etwa 150 junge Frauen und Männer auf dem stadteigenen Gelände laute Musik hörten, tanzten und feierten – ungeachtet aller Corona-Beschränkungen. Mehr als 30 Beamte schritten ein.

Die Beamten brachen die Feier ab und nahmen von mehr als 50 Teilnehmern die Personalien auf, das Gros war bereits geflüchtet. Gegen die Jugendlichen, die fast alle aus Neubrandenburg waren, wurden Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Landesverordnung und wegen illegaler Abfallbeseitigung erstattet.
Das Strandbad war erheblich verschmutzt.

Die Musikanlage eines 16-Jährigen wurde vorerst beschlagnahmt. Gegen einen 18-Jährigen, bei dem Drogen gefunden wurden, werde wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

Fotos: Felix Gadewolz


15 Antworten zu “Polizei löst Party mit 150 Jugendlichen in Neubrandenburg auf”

  1. EinWarener sagt:

    Tja
    Das ist dann die Generation ,,Greta” , wohl erzogen…..

    • Elimar sagt:

      Herr ein Warener, Sie haben es auf den Punkt gebracht. In Ihrer Generation waren alle genauso gleich, ein Warener wie der Andere. Was man, wenn man das glaubt, von denen halten kann, nun ja. Ihre Kommentare helfen bei der Beurteilung.

  2. Gretafriend sagt:

    Ähm …
    Wenn die Polizei die ganze Party auflöst und der Großteil flüchtet (“flüchten müssen” wegen der Verordnung), wie sollen die Teilnehmer denn bitte aufräumen?
    Man kann doch jetzt schlecht behaupten, dass die Jugendlichen den Dreck nicht weggeräumt hätten.

    Zumindest in meinem Freundeskreis ist und war es so, dass man Pfandflaschen (Kuntsstoff und Glas) auf einen Haufen gestellt hat für die Flaschensammler und den Rest an Müll (normale Glasflaschen, Pappbecher) dann in die vorhandenen Papierkörbe geworfen hat oder eben in einen mitgebrachten gelben Sack (allerdings nicht sortiert) neben einen Mülleimer gestellt hat.

    An deren Stelle wäre ich aber auch abgehauen und der Müll wäre mir egal gewesen – kann man doch verstehen.
    150 Jugendliche klingt jetzt auch nach viel, aber der Strand dort ist riesig und da fanden sonst auch die Abschlusspartys der Schulen statt (letzter Schultag) mit mehreren huntert Jugendlichen.
    Das verläuft sich recht schnell.

    • Hans sagt:

      Mussten flüchten wegen der Verordnung? Sorry, aber der Müll ist hierbei wohl eher ein Randproblem. Kurz mal Kopf einschalten hilft.

      • Ossi sagt:

        Selbstverständlich mussten die flüchten.
        Wenn eine Strafe wegen Kontaktverstoß bis 150 Euro kostet (pro Person), dann versucht jeder normal denkende Jugendliche zu laufen (das war in den 90ern so und ist auch jetzt noch so).
        Das ist doch total menschlich.
        Und ich finde die Strafen auch richtig und auch angemessen hoch.
        Aber dann darf ich mich im gleichen Atemzug nicht beschweren, dass bei einer Kontrolle zwei Drittel der Jugendlichen wegläuft und den Müll dabei nicht mitnimmt, das andere Drittel es nicht mehr schafft und ein Bußgeld aufgebrummt bekommt und dann eben nicht mehr den Müll wegräumen DARF (weil die Polizei zum sofortigen weggehen auffordert) oder wegräumen WILL (weil man angepisst ist vom Bußgeld und der ganzen Situation).

        Wir sollten halt bei jedem Sachverhalt (hier: Jugendliche haben Müll liegengelassen) uns mal die Umstände anschauen und dann den Kopf einschalten und überlegen wieso es soweit gekommen ist.

  3. Ingolf sagt:

    Klischees und Verallgemeinerungen bringen niemandem etwas. Schnell ziehen wir Schubladen auf. Wir können uns das auch erlauben, denn wir sind alle viel besser und wissen, was sich gehört…

  4. Balou sagt:

    Wo waren die 30 Polizisten als in Broda die Fahrzeuge entwendet wurden?
    Wo sind die 30 Beamten bei richtigen Straftaten?

    • Jürgen sagt:

      Ganz einfach,sie waren in einer Seitenstraße vom Schlaf übermannt,oder sie haben Anschnall und Maskenkontrollen durchgeführt,das ist auch nicht so gefährlich.😀😀😀

    • Elimar sagt:

      Balou, bitte nennen Sie konkret Straftaten, bei denen die Polizei es wissentlich vermieden hat, einzuschreiten. War das in Broda so? Dann zeigen wir sie wegen Untätigkeit an. Ich bin auf Ihre Antwort gespannt!
      Es mag zu wenig Polizisten geben, dass sie das unter allen Umständen können. Wer aber will, dass an jeder Ecke ein Schutzmann mit Pickelhaube und Trillerpfeife steht, um Tag und Nacht jeden Winkel einzusehen und noch mal so viele, die den Internet- und Telefonbetrügern auf der Spur bleiben, soll nie über Steuern klagen. Parteien, die den Low & Order-Staat wollten, scheiterten immer an den Wählern, und das, wo das “so schrecklich schlimm” läuft: https://service.mvnet.de/_php/download.php?datei_id=1634159

  5. Simon Simson sagt:

    Danke für die Bilder. Wenn ich mir die ansehe, tun mir die Jugendlichen fast schon leid. Sie haben bei Temperaturen um Null Grad nur zwanghaft ihren übermächtigen Instinkten nachgegeben, immer wieder Klumpen zu bilden, dabei rhythmische Schallwellen auf die Trommelfelle einwirken lassen, Einfüllen von billigem Alkohol pur oder colaverlängert, Fressen von Pizzen, Popcorn und anderem Fastfood direkt aus Lieferkartonagen. Das alles, nur um enthemmt von zivilisierten Verhaltensregeln ihren offenbar sehr aufdringlichen Instinkten zu folgen. Meistens geht es im Kern um Versuche der Paarungsanbahnung. Da tun sie mir wirklich leid, wenn Sie meinen, den Spaß so haben zu müssen, trotz des Risikos, erwischt zu werden. Die Gefahr der Verbreitung des Coronavirus kann von instinktgesteuerten Wesen nur nachrangig gesehen werden. Vielleicht wirkt aber, anders als bei unseren Haustieren, wenn nicht genug Geld für Wodka und Pizzen zum nächsten Rumsteh-Event da ist. Dazu heißt es, schnell strafen, ehe sie sich nicht mehr erinnern können.

    • Stefan sagt:

      Oh wie schnell man die eigene Jugend verleugnet…

      Versucht euch in die Lage der Teenager zu versetzen.
      Es ist die aufregendste, bewegendste und verwirrendste Zeit im Leben und bisher hat das Gros von ihnen das absolut bewundernswert gemeistert.
      Ich wette ein nicht unerheblicher Teil von uns wäre nicht erst nach einem Jahr soweit gewesen.
      Ein bisschen mehr Respekt für die Jugend und ihr sonst vorbildliches Verhalten bitte. Es ist zwar schwer, aber erinnert euch an euer 16jähriges Ich und wie es mit der Situation umgehen würde.

    • Petzibär sagt:

      Och, Simson, sie waren sicher der, mit dem in Kita und Schule nie einer spielen wollte. Der im Sportunterricht beim Bilden der Mannschaften immer der letzte war, der nominiert wurde. Und immer gepetzt hat, wenn einer Bockmist gebaut hat.
      Zieht sich wie ein roter Faden durch Ihr scheinbar unaufgeregtes Leben.
      Das tut mir aufrichtig leid.

      • Wolfram Goetze sagt:

        Wenn eine Coronaparty gefeiert wird, dann muss die aufgelöst werden, um andere Menschen vor schwerer Krankheit oder Tod zu beschützen. Die Gefahr ist mehr als marginal. Nennen Sie es, wie Sie es wollen, vielleicht petzin.
        Petzibärli, danke. Sie sind der beste Vermuter hinter ihrem Computer und haben im Dunkeln ins Schwarze getroffen! Bin ja total erledigt…
        Rumstehpartys oder gruppendynamische Massenaufläufe waren tatsächlich nie mein Ding, Wodka mit Cola ebenso nicht. Zu der Zeit gab es kaum Einwegpackungen mit Fertigfraß, als dass wir die thematisieren können. Unvergessen: Statt inaktiv in der Kirchenbank zu hocken habe ich oft im Alleingang, zu oft das Herrschaftssystem der DDR angestänkert, mit der ultimativen Folge. Nur eine kurze Episode, aber unvergessen. Sie haben, wow, noch mal recht. Bei mehreren Mannschaftssportarten war ich grottenschlecht, wenn auch mehrmaliger Bezirksvize bei anderen Sportarten. Manche können vielleicht alles am besten. Ich kenne aber keine. Wurde ich tatsächlich als letzter gewählt, war das sportlich begründet, nicht als Rache wegen meines ach so schlechten Verhaltens zu Kameraden. Herumgepetzt hatte ich nicht. Bei zu vielen Lehrern hatte ich verschissen, weil ich immer auffiel, nie die Klappe hielt, wenn mir was ungerecht vorkam. Ich muss die Wahrheit nicht gekannt haben und es muss nicht klug gewesen sein. Da ich mich, mangels Chancen, nie im Anwanzen geübt hatte, bin ich notgedrungen oder aus eigenen Stücken (weiß das nicht mehr), den steileren Weg gegangen, mir mit unbestreitbarer Leistung etwas zu erarbeiten und Genugtuung zu geben, nebenbei einen gewissen Respekt einzufahren. Ob man petzt (dabei geht es um Lapalien), oder denunziert (dabei liefert man jemanden der überzogenen Bestrafung oder allgemein der Ungerechtigkeit, dem Mobbing aus) hat was mit Schamgrenze zu tun. Die haben nicht alle, weil sie diese Unterschiede nicht kennen. Der Storm, den Sie mit Ihrem Shit anführen, bestätigt viel davon. Danke.

  6. Balou sagt:

    Richtig Jürgen, eine Hundertschaft stürmt ein Seniorenheim und ruft Wiederstand zweglos.