Anzeige
Anzeige

Polizeiauto verbeult: Selfie-Täter bereits ermittelt

20. Februar 2020

Das ging wirklich schnell: Zwei Tage nach dem reichlich dummen Einfall, auf einem Polizeifahrzeug in Schwerin zu tanzen und sich dabei zu fotografieren (WsM berichtete), ist der Vorfall aufgeklärt. Wie WsM bei der Polizei erfuhr, hat ein Zeuge einen der Tatverdächtigen am Mittwochabend wieder in dem Einkaufszentrum gesehen, vor dem das Polizeiauto am Montagmittag beschädigt worden war.
Die Beamten wurden gerufen und nahmen den 21 Jahre alten Syrer fest. Der Mann habe zugegeben, dass er auf das Auto geklettert war. Er habe aber “unter Alkoholeinwirkung gestanden”. Sein Bekannter habe ihn per Handy fotografiert, dann war man geflohen.

Der 21-jährige wohnt in der Nähe des Supermarktes im Stadtteil Mueßer Holz. Er konnte wieder gehen, gegen seinen Freund werde ebenfalls wegen Sachbeschädigung ermittelt.

Die Polizei war am Montag wegen eines Ladendiebstahles zu dem Supermarkt gerufen worden. Während die Beamten die Personalien des Diebes aufnahmen, hatten die beiden anderen Männer den Polizeiwagen “geentert” und sich dabei gefilmt.

Nach ersten Erkenntnissen sollen sich die beiden Selfie-Männer und der Dieb auch gekannt haben.


5 Antworten zu “Polizeiauto verbeult: Selfie-Täter bereits ermittelt”

  1. Ingolf sagt:

    Richtig so, ich saufe mir einen an und dann kann ich machen, was ich will. Bin ja denn nicht zurechnungsfähig. Konsequenzen hat das nur vorübergehend. Wit dürfen doch niemanden festhalten, denn das ist Freiheitsberaubung. Ein Hoch auf unseren Rechtsstaat, der in aller Härte gegen solche Dinge vorgeht. Es mag platt klingen, aber wer als Normalbürger mal falsch parkt oder ähnliche Sachen nicht so ganz richtig macht, darf hier nicht auf Gnade hoffen. In diesem Sinne schönes Wochenende.

    • W sagt:

      Ingolf,
      mir drängen sich Fragen auf. Wer mag nur ein Unnormalbürger sein? Wer ist hinreichend normal, dass er bei diesem Delikt eingesperrt werden würde? Vielleicht können Sie uns helfen, das herauszufinden, wenn Sie nach diesem womöglich stimmungsgeladenen Kommentar wieder ruhiger sind. Ist es eine unterschiedliche Gesetzgebung, z.B. zur Sachbeschädigung: Unnormalbürger, wie leuchtend rote Haare, Brillenträger oder so ähnlich dürfen gehen, Normalos, wie brünette Haare oder Hipsterbart sind sofort wegzusperren? Vielleicht haben die Schweriner Polizeibeamten nach ihren persönlichen Geschmack gehandelt. Oh je, dann steht es schlecht für Leute mit Pickeln und Knollennasen.

  2. m sagt:

    Soviel zu HARTE Bestrafung!
    meckerkopp

  3. Ingolf sagt:

    Na ja, dann wurde ich nicht richtig verstanden. Es geht mir nicht um Normal- und von Ihnen genannte “Unnormalbüger” mit bestimmten äußeren Merkmalen oder Herkünften. Ich habe den Eindruck, dass mir das unterstellt wird, gepaart mit einer gewissen Aufgeregtheit. Es geht mir um generelle Verfahrensweisen, die nicht nur mir so auffallen.
    Beste Grüße in diesem Sinne…

    • W sagt:

      Hallo Ingolf und Meckerkopp,

      ich finde, wenn nicht Gefahr im Verzuge ist, braucht niemand bei der Feststellung der Tat und der Personalien eingebuchtet werden, egal wie frech, blöd oder unkultiviert er sein mag. Das kann bis nach einem Prozess warten. Die Gerichte sind überlastet, das dauert alles ewig und für manche mag das dann, mangels Hirnmasse, kaum Strafwirkung entfalten. Ist, wie wenn man einen Hund am nächsten Tag für irgendwas ausschimpft. Andererseits sollen die Behörden alles gründlich prüfen, damit niemand über die Maßen oder zu Unrecht bestraft wird. Ich saß eine Nacht ad hoc bei der Stasi ein, wegen einer dummen (wirklich dummen) Antwort. Danach hatte ich eine Akte, die mich als gefährlich einstufte und die immer dicker wurde. Stellen Sie sich mal die Wirkung auf eine Ehefrau oder Mutter vor, die erfährt, dass Sie wegen irgendeiner Banalität sofort weggesperrt wurden, für unabsehbare Zeit. Klar muss das, neben dem Schadenersatz, spürbar bestraft werden, aber nicht drakonisch, wie in einer Diktatur. Die Gesetze dafür, verabschieden durch uns gewählte Abgeordnete im Bundestag, dann noch die Länderkammer und am Ende wirkt auch der Bundespräsident als letzte Kontrolle mit. Damit bin ich zufrieden. Ich habe keine Angst, meine Gedanken öffentlich zu formulieren. Worüber regen wir uns also auf. Über uns Wähler selbst? Die Polizisten und Juristen, die bei der Strafverfolgung beteiligt sind, kosten unser Steuergeld. Mehr davon kosten mehr. Würden dafür die Steuern erhöht, wäre ich genauso unzufrieden, wie mit den langsamen Gerichten.
      Können wir uns darauf einigen?