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Protestmarsch durch Warens City

26. November 2015

Ausgerechnet am ersten Adventswochenende, wo Innenstadt-Händler auf viele Weihnachts-Einkäufer hoffen, wollen „besorgte Bürger“ durch Warens City marschieren. Unter dem Motto „Für unsere Zukunft! Gegen diese Flüchtlingspolitik!“ rufen Müritzer zu diesem Protestzug auf und machen darauf derzeit mit Postwurfsendungen, die sie selbst verteilen, aufmerksam. Diese Zettel haben bislang zahlreiche Warener, aber auch Bewohner der Umgebung in ihren Briefkästen gefunden.

Darauf heißt es unter anderem: „Es wird dem deutschen Volk seit langem erzählt, dass diese momentan auf uns niederkommende Flüchtlingswelle ein Ergebnis von Kriegen in aller Welt sei. Dem ist jedoch nicht so. Es gilt zu zeigen, dass wir uns das nicht gefallen lassen und unseren Unmut auf die Straße tragen.“

PoliWährend derartige Demos in der Vergangenheit von NPD-Mitgliedern angemeldet wurden, sind für diesen Protestmarsch Privatpersonen verantwortlich.
Allerdings scheinen sie zumindest in Kontakt zur Warener rechten Szene zu stehen, denn sie haben ihren Aufruf auf der Facebook-Seite der NPD-Leute veröffentlichen lassen.

Wie die Polizei auf Nachfrage bestätigte, soll die Demonstration am Sonnabend um 11 Uhr am Kino in Waren starten, durch die Innenstadt bis zum Papenberg führen und dann – ebenfalls wieder durch die Innenstadt – zurück gehen. Hinweise auf gewaltbereite Teilnehmer liegen der Polizei bislang nicht vor.
Dennoch fürchten Warener Händler, dass sich aufgrund des Protestmarsches am Sonnabend viele aus Angst nicht in die City trauen.

Die evangelischen Kirchengemeinden St. Georgen und St. Marien öffnen ab 11 Uhr ihre Kirchen zum Friedensgebet. „Es sind alle eingeladen, die nicht hinnehmen wollen, dass  gewaltbereite Nazis durch unsere Stadt ziehen, und die besorgt sind über die Menschenfeindlichkeit und den Menschenhass, der in dieser Veranstaltung deutlich wird. Wir laden ein, mit den Sorgen, Ängsten und dem Ärger angesichts des Aufmarsches von Rechts nicht allein zu bleiben“, so die Pastoren Anja Lünert und Ingo Zipkat.


12 Antworten zu “Protestmarsch durch Warens City”

  1. Wolle sagt:

    Wo gibt es denn so etwas ,Bürger die ihren Protest friedlich bei einer Demo zeigen als rechts und Nazi zu bezeichnen. Der Polizei liegen keine Hinweise auf gewaltbereite Nazis vor!!!
    Warum diese Stimmungsmache , die Demo wurde nicht von der NPD angemeldet sondern besorgten Privat Personen das möchte ich mal richtig stellen .
    Ob jemand hin geht ist doch jeden selbst überlassen MfG .

  2. Eine Müritzerin sagt:

    Menschen, die friedlich gegen die Flüchtlingspolitik demonstrieren sind nicht automatisch gleich Nazis. Jeder, der mit der aktuellen Situation in der Politik unzufrieden ist weil man einfach Angst hat und nicht weiß was auf uns noch zu kommt traut sich oftmals nicht auf die Straße aus eben genannten Gründen man ist gleich ein Nazi. Ich glaube Deutschland hat nicht annähernd eine Ahnung was hier noch abgehen wird, da das alles erst der Anfang ist!

  3. Charly sagt:

    Der Aufruf zur Demo auf der Facebookseite der NPD legt mehr als nur den handfesten Verdacht nahe, daß die unverbesserlichen Rechten hinter dieser Aktion stehen…. was eigentlich sonst? Bleibt zu hoffen, daß sich aus der Warener Bevölkerung niemand beteiligt an dieser menschenverachtenden Aktion politisch Verblendeter. Diese Aktionen sind eine Schande für Waren. Jeder, der diesem Aufruf der Braunen folgt darf sich nicht wundern, wenn er deren Gesinnung zugerechnet wird.

    • Willi sagt:

      Wenn das deine Überzeugung ist, das jeder der bei dieser Demo mit geht gleich „Rechts“ ist bzw. diesem Spektrum zuzurechnen ist, muss ich ja auch die Personen die zur SPD und zu “ Die Linke “ gehören gleich mit den gewaltbereiten Linken in Hamburg und Berlin setzen und jeder Bürger der für die “ Grünen “ ist müßte ich dann gleich unterstellen das er Phädophil ist, denn bei den Grünen waren dies einige und wenn ich sehe was die Grünen heute fordern z.B. Straffreiheit bei Geschlechtsverkehr mit 12 jährigen müßte ich doch nach deiner Meinung davon ausgehen, dass die Person die zu den Grünen geht dies auch gern hätte, 0der ????

  4. East West sagt:

    Lasst die doch laufen , nimmt doch eh keiner zur Kenntniss. Und wer weiß wie es uns mal geht . Vieleicht werden wir auch nochmal zu Flüchtlingen,und das ist garnicht mal so daher gegriffen. Die Welt ist gerade dabei sich zu verändern und keiner weiß was kommt.

  5. Dieter Schröder sagt:

    Charly hat völlig Recht mit seinem Beitrag. Es ist eine Schande für die Stadt Waren, wenn die braunen Volksverhetzer ihre menschenverachtenden Parolen brüllend durch die Stadt ziehen. Jeder der sich daran beteiligt, macht sich mit Extremisten gemein! Flüchtlinge sind Menschen in Not. Sie fliehen vor anderen Extremisten, die genauso wie der braune Mopp, Unmenschlichkeit auf ihre Fahnen schreiben.

  6. Heidi Barbara sagt:

    Wir können uns das Leben aber auch schwer machen, indem wir jeden Menschen von unseren eigenen Ansichten überzeugen wollen oder uns über die Meinungen anderer ärgern.

    „Die öffentliche Meinung ist alles. Mit ihr gibt es keine Niederlage, ohne sie keinen Erfolg.“
    Abraham Lincoln (1809-65), amerik. Politiker

  7. Pimbo sagt:

    Ich finde es nicht richtig,alle Bürger,die sich gegen diese Flüchtlingspolitik stellen,als Nazis zu titulieren. Wo ist denn hier bitteschön die Meinungsfreiheit?Wir sind ja alle ach so tolerant…..Wo bleibt denn die Toleranz für die Menschen,die Angst um unsere Kultur und unsere Zukunft haben?Es ist ja so einfach,dass nachzuplappern,was uns die Massenmedien täglich gebetsmühlenartig vorgaukeln.

  8. Charly sagt:

    Ein wirklich gutes Zitat von Abraham Lincoln. Nur von Heidi Barbara in einen völlig unpassenden Bezug gesetzt. Hier geht es ja gerade um öffentliche Meinung, ohne! Niederlage oder Erfolg. …. War wohl nix!

  9. Eine Warenerin sagt:

    Ich verweise mal einfach auf nachfolgende Umfrage.

    http://www.heute.de/mehrheit-haelt-die-zahl-der-fluechtlinge-inzwischen-nicht-mehr-fuer-verkraftbar-merkels-image-leidet-unter-der-fluechtlingskrise-spd-und-gruene-im-minus-afd-im-plus-40466248.html

    Natürlich sind die vielen Flüchtlinge Menschen die in Not sind und unsere Hilfe brauchen. Die sollen sie auch bekommen aber warum muss immer gleich abfällig über Menschen geurteilt werden, die skeptisch sind, dass die aktuelle Flüchtlingspolitik funktioniert. Diese Flüchtlingswelle wird immerhin auch von vielen ausgenutzt, die a) selber in ihrem Land wegen krimineller Delikte gesucht werden, die b) gar keine Chance oder Recht auf Asyl haben, da sie aus sicheren Herkunftsländern kommen und c) Rückkehrer aus Ausbildungscamps der IS sind… Da ja selbst die Regierung schon teils eingeknickt ist und zugeben musste, dass sie den Überblick verloren haben und viele unregistriert hier sind und somit nicht mehr genau zu sagen ist, wer Flüchtling ist oder wer nicht, ist es doch nur eine logische Schlussfolgerung, dass die Angst der Menschen wächst vor Anschlägen, vor sozialer Ungerechtigkeit usw. Die Meinung, dass es nicht funktioniert darf man doch haben in einer angeblichen Demokratie und in Demonstrationen zeigen. Das heißt doch nicht, dass jeder der dort mitgeht gleich ein Nazi oder rechts ist. Viele Menschen machen sich Sorgen um die Zukunft, da nicht abzuschätzen ist, wann und wo dieser Flüchtlingsstrom bzw. diese Flüchtlingspolitik endet, gleich durch was er ausgelöst worden ist und sehen in diesen Demonstrationen eine Möglichkeit ihre Meinung kund zu tun.
    Das ist weder menschenverachtend noch hetzerisch. Demonstrationen sind eine Art etwas zu sagen. Ob es die richtige Art ist, mag dahingestellt sein.
    Und Sorgen in der aktuellen Flüchtlingspolitik sind doch mehr als angebracht. Es ist doch in letzer Zeit genug passiert, was die Leute Angst haben lässt, es wurden die ersten Diebstähle schon begangen, auch in Waren (ich weiß, das will wieder keiner lesen oder hören, denn Negativpresse ist verpöhnt) dennoch ist es so. Natürlich sind dafür nicht alle Flüchtlinge verantwortlich und nicht jeder ist gleich; Kriminelle hat Deutschland genug eigene, dennoch brauchen wir davon nicht mehr. Es gab auch schon genug Vorfälle, in denen eindeutig von Seiten einiger Flüchtlinge dargestellt wurde, dass sie Wohnungen und Geld erwarten, denn der dumme Deutsche geht ja arbeiten und sie müssen nur die Hand aufhalten.
    Ja, diese gibt es unter ihnen.
    Es gibt auch die, die ihren Glauben derart stark vertreten, dass sie nicht bereit sind, Integrierung hin oder her sich anzupassen, sprich unser Grundgesetz anzuerkennen oder zu akzeptieren, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind und auch vor deutschen Frauen ausspucken oder sie beleidigen.
    Jetzt wird wieder ein Aufschrei hier durch die Kommentare gehen, dass das „rechts“ ist. Nein ist es nicht. Das sind einzelne Vorfälle, die nunmal präsent sind, ob man sie wahrhaben möchte oder nicht und ich bin dankbar, dass dennoch viele der Flüchtenden so aber NICHT sind sondern vielmehr dankbar, dass sie hier eine Chance bekommen können, endlich friedlich zu leben und sich auch alle Mühe geben sich anzupassen.
    Es gibt immer solche und solche. Angesichts negativer Vorfälle aber die Sorgen der Menschen als Nazigehabe und „rechts“ zu verurteilen finde ich nicht rechtens.
    Es gibt krasse rechtsradikale Gruppierungen, die viele nicht gut heißen, aber dorthin gleich jeden zu stecken, der nur annähernd Zweifel oder Sorgen in anbetracht der aktuellen Sitution hat, das ist ebenso verachtend.
    Vielmehr finde ich, dass die Menschen, die ihre Meinung kund tun u.a. in Demonstrationen immerhin eine haben und etwas weiter blicken als auf den aktuellen Moment. Denn die Sorgen betreffen die Zukunft von Deutschland und dass diese Zukunft mehr als ungewiss ist, ist einfach derzeit nicht zu leugnen.

  10. wolle sagt:

    wer die Flüchtlingspolitik kritisiert sollte eine Lösung kennen. Grenzen dicht und abschieben heißt´s am Stammtisch. Machte das jedes Land, müssten die Italiener und Griechen sie ins Mittelmeer abschieben. Deren Problem? So kann man es halten. So halten es Ungarn, Polen, Tschechen und viele Andere. Nur: wenn sich dieser egoistischen Politik auch alle großen Länder in Europa anschlössen, wäre Europa bald wieder ein einziger Stacheldrahtverhau mit Schießbefehlen statt Schengen und ungehinderter Fahrt vom schwarzen Meer bis an den Atlantik, Geld ohne Wechselkursdifferenzen, gleiche Sicherheit und Qualität bei immer mehr Leistungen und Produkten.

    Was ein solches vernageltes Europa den so besorgten Bürgern bringt? Zwei Weltkriege in einem solchen Europa dürften doch eigentlich genug sein? Wie gut es den Menschen hier geht, sieht man am Besten, wenn man mal wegfährt, in nur wenig ärmere Länder.

    Naja. die verhärteten Meinungen, wer an welcher gefühlten Misere schuld sei, den kann man mit Argumenten sowieso nicht beikommen.

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