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Starke Zunahme von psychischen Erkrankungen im Nordosten

9. Mai 2020

Krankschreibungen wegen Depressionen, Angststö­rungen oder anderen psychischen Erkrankungen haben in Mecklenburg-Vor­pommern kontinuierlich zugenommen. „In den letzten zehn Jahren sind die Fehlzeiten wegen seelischer Leiden hierzulande um über 60 Prozent ange­stiegen“, sagt Henning Kutzbach, Landesgeschäftsführer der BARMER. Eine Zunahme sei zwar bundesweit zu beobachten, jedoch in geringerem Maße als im Nordosten. Allein im vergangenen Jahr fehlte jeder Beschäftigte rein statistisch betrachtet 4,05 Tage und damit 12 Prozent länger als im Bundes­durchschnitt, so die aktuelle Auswertung im BARMER-Gesundheitsreport.

Besonders betroffen waren in Mecklenburg-Vorpommern die weiblichen Be­schäftigten. Sie fehlten mit durchschnittlich 5,7 Krankheitstagen mit einer entsprechenden Diagnose bundesweit am längsten. Kutzbach: „Die Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, neben der körperlichen vor allem auch auf die see­lische Gesundheit von Arbeitnehmern zu achten.“

Arbeitgeber könnten bei der BARMER zu Aspekten der seelischen Gesundheit Workshops, Impuls­vorträge oder Schulungen buchen. Aber auch jeder Einzelne könne etwas für das seelische Gleichgewicht tun. „Wer sich leicht stressen lässt und häu­figer ein Tief hat, kann es mit Online-Trainings versuchen“, empfiehlt Kutz­bach. Evidenzbasierte Trainings, wie mit der Meditations-App „7Mind“, er­setzten zwar keine Thera­pie, könnten aber wertvolle Hinweise geben und Auswege aus Krisen aufzei­gen.

Mehr über 7Mind unter: www.barmer.de/g101419. Weitere Infos zudem im Online-Special „Psychische Gesundheit“ unter www.barmer.de/s000012.


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