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Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte in MV

12. September 2020

Die privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns sparten im Jahr 2018  nach Angaben des Statistischen Landesamtes 6,8 Prozent ihres verfügbaren Einkommens (Bundesgebiet: 11,0 Prozent), das waren je Einwohner durchschnittlich 1 348 Euro. Dieses Ergebnis ergibt sich aus den jetzt vorgelegten Berechnungen zum Privaten Verbrauch der privaten Haushalte des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört.

Die privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns gaben im Jahr 2018 insgesamt 29 791 Millionen Euro ihres verfügbaren Einkommens (31 354 Millionen Euro) für den privaten Konsum aus, dies waren 3,0 Prozent mehr als im Vorjahr (Deutschland: + 2,8 Prozent; neue Länder: + 2,4 Prozent). Der andere Teil (6,8 Prozent) des verfügbaren Einkommens wurde von den privaten Haushalten gespart.

Die Sparquote sank um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Im Durchschnitt der neuen Länder betrug die Sparquote 7,2 Prozent, im früheren Bundesgebiet dagegen 11,5 Prozent. Die sparfreudigsten Haushalte lebten in Baden-Württemberg, ihr Anteil des Sparens am verfügbaren Einkommen betrug 13,1 Prozent.
Gespart wurden 2018 in Mecklenburg-Vorpommern je Einwohner durchschnittlich 1 348 Euro. Je Einwohner war das der zweitniedrigste Sparbetrag aller Länder. Im Durchschnitt der neuen Länder betrug das Sparen je Einwohner 1 463 Euro, im früheren Bundesgebiet 2 788 Euro und im Bundesdurchschnitt 2 587 Euro. In Mecklenburg-Vorpommern erreichte somit das Sparen je Einwohner 2018  52,1 Prozent des Bundesdurchschnitts (2017: 55,7 Prozent).

In Mecklenburg-Vorpommern wurden 2018 im Durchschnitt 18 499 Euro je Einwohner privat konsumiert, 551 Euro mehr als im Vorjahr. Dieser Betrag stellt allerdings nur 88,0 Prozent des Bundesdurchschnitts dar. Im Bundesdurchschnitt betrugen die privaten Konsumausgaben je Einwohner 21 032 Euro (502 Euro mehr als 2017), in den neuen Ländern 18 943 Euro und im früheren Bundesgebiet 21 405 Euro. Damit hatte Mecklenburg-Vorpommern 2018 von allen Ländern weiterhin den niedrigsten privaten Konsum je Einwohner.

 


10 Antworten zu “Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte in MV”

  1. meckerkopp sagt:

    hallo
    tolle Rechenbeispiele!
    Woran mag es wohl liegen , dass in den alten Bundesländern doppelt so viel gespart wird ?
    Ich hätte da eine wage Vermutung.
    Es könnte daran liegen, dass das Einkommen bei uns weit aus niedriger ist .

    Und das nach 30 Jahren Wiedervereinigung!!
    Grüße Meckerkopp

    • Hermann W. sagt:

      Hallo Meckerkopp, könnte es daran liegen, dass in den alten Bundesländern schon 30 Jahre früher effektiv gearbeitet wurde?

      • Simo sagt:

        Wann sollte denn das gewesen sein, Hermann W.?? Wäre doch geradezu lächerlich zu behaupten, dass diejenigen die Millionen von Arbeitslosen, Sozialhilfeempfängern, usw. produzierten, irgendwie effektiv gearbeitet haben?? Wo sieht man denn da die Effektivität, he?? Als ich da drüben die ersten Obdachlosen gesehen habe, dachte ich, ich muss BRECHEN!!! Die haben so effektiv gearbeitet, dass die Angehörigen ihrer eigenen Bevölkerungsgruppe sofort hier in den Osten kamen zu uns, WEIL SIE IM WESTEN NICHTS WERDEN KONNTEN!!! IN IHREM EIGENEN LAND!!! Was für ein Witz! Und SOWAS quatscht hier von effektiv arbeiten!

  2. ein Klinker sagt:

    #Herrmann
    Und warum haben wir zu Ostzeiten so einges in den Westen exportiert? Hier in Mecklenburg ist der Durchschnittsverdienst immer noch sehr weit unter dem von den alten Bundesländern. Nicht ohne Grund wandern die guten Fachleute in den Westen. Kaum nachvollziehbar ist auch die Schliessung FRIEDRICHS vom Standort Waren. Die Löhne waren doch eh nur Mindestlohn. Und in Polen wird dann noch weniger gezahlt, damit die in Hamburg noch mehr verdienen. Damit können sie logischerweise auch mehr sparen. Also Hermann überlege mal woran es wirklich liegt.

    • Hermann W. sagt:

      Simo und Klinker, entweder wart Ihr noch nicht geboren und Opa hat Euch ein Märchen erzählt oder Ihr habt vergessen wie es 1989 hier aussah. Schaut Euch einmal die Fotos von 89 in Waren an und was die “Sozialhilfeempfänger und Arbeitslosen” in vergleichbaren Städten, wie z.B. Konstanz, Friedrichshafen oder Lindau um die gleiche Zeit geschaffen haben.

  3. rmk sagt:

    Hermann W.
    Ihr Kommentar ist unterste Schublade !

  4. Ein Warener sagt:

    An Hermann W.
    Was haben den die Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger geschaffen damals. Ich bitte um Beispiele.

  5. meckerkopp sagt:

    Hallo. sind wie nun ein Deutschland, oder Nicht.
    Nach 30 Jahren könnten die `kleinen Unterschiede `endlich abgeschafft werden, sonst wird das ewige Gemecker über Ost und West niemals aufhören !
    Momentan wird das Geld mit vollen Händen verteilt, aber naürlich am meisten für die Großindustrie, die sich im Westen befindet und die Paar Firmen, die hier sind wandern nachdem sie alle Förderungen abgesahnt haben ab, weil die Lohnkosten so hoch sind.
    Schönen Sonntag Meckerkopp

  6. Simo sagt:

    Hier für Herrmann W. und seinen Opa noch mal zum Mitschreiben: Waren 1989 können Sie nicht mit Konstanz, Lindau und Friedrichshafen vergleichen, denn sie waren in unterschiedlichen politischen Systemen angesiedelt. Man würde ja auch nicht ein Reh das draußen im Winter überleben muss vergleichen mit einem fetten Schwein, das im Stall steht und gefüttert wird!! Wir hatten hier nach dem Krieg nicht so gute Bedingungen wie die Städte hinter der Grenze unter den Westalliierten. Es gab keinen Marshallplan und wir waren auch nicht das Bollwerk des Westens gegen den Kommunismus. Nein, wir sind den Russen in die Hände gefallen und waren ihr Faustpfand, ihre Kolonie. Im Interesse der Russen wurde hier ausgebeutet, was zu holen war. Russisch Mißwirtschaft waren wir GEZWUNGEN anzunehmen(Rinderoffenställe z.B.) Unter russisch – kommunistischer Knute und Doktrin mussten wir leben, eine Wirklichkeit, die mir bekannten Nachkommen von britischen Alliierten noch heute einen Schauer über den Rücken jagt!! Der Westen gibt sich auf eine gefährliche Art ahnungslos über das was uns hier passiert ist und über das was wir hier geleistet haben. Die anhaltende, jahrzehntelange Diskriminierung der zu DDR-Bürgern gezwungenen Menschen ist unerträglich und wird noch in Generationen dafür sorgen, dass wir nicht ein einig Vaterland sind. Was definitiv uns allen schadet. Und Sie, HerrmannW. , quatschen das auch noch nach!! Die Diskriminierung ist nur EIN Aspekt den ich hier anspreche. Wenn wir vorher auch nur den Hauch einer Ahnung davon gehabt hätten, glauben Sie mir, die Wende wäre anders ausgegangen!!! Fakt ist auch, dass zur Wendezeit ein gewaltiger VERMÖGENSTRANSFER von annähernd 280 Mrd. DM stattgefunden hat- und zwar VON OST NACH WEST!!!. Das war überhaupt nur möglich weil die Menschen hier effektiv, konsequent und sparsam gearbeitet und gewirtschaftet haben! In der aufgezwungenen Mangelwirtschaft musste man sich extrem anstrengen um die Dinge am Laufen zu halten. Sonst wäre nämlich nichts mehr übrig geblieben, was die Treuhand hätte verscherbeln und sich unter den Nagel reißen können. Westdeutschland hat damals auf unsere Kosten die eigene, in der Krise steckende Wirtschaft sarniert und uns DDR-Bürger “als Dank” in der öffentlichen Wahrnehmung ins Unrecht gesetzt.
    Einzelne anerkennende Äußerungen von Politikern z.B. an Jahrestagen sind nicht mehr als Lippenbekenntnisse. DESHALB IST HIER ENDLICH EINE POSITIV ANGEMESSENE ENTLOHNUNG DER ARBEITNEHMER GEFORDERT. Das wäre das Mindeste, denn die Menschen fühlen sich betrogen um ihre Würde und um ihre Lebensleistung!
    Achso, und vergessen Sie nicht, Ihren Opa zu grüßen, DENN VERGESSEN HABEN WIR NICHTS!!!

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