Das Landgericht Neubrandenburg hat den 28 Jahre alten Mann, der im Januar vergangenen Jahren in der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisenstraße in Waren mutwillig einen Unfall verursacht haben soll, heute zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Strafkammer befand den Angeklagten des versuchten Mordes, der schweren und gefährlichen Körperverletzung für schuldig und verurteilte ihn zudem wegen eines schweren Eingriffs in den Straßenverkehr.
Der 28-Jährige, der einen deutschen Pass hat, aber in seiner Kindheit mit seiner Familie aus dem Kosovo nach Deutschland kam, soll mit seinem Auto absichtlich in den Pkw einer 44 Jahre alten Frau im Gegenverkehr gefahren sein. Der jetzt Verurteilte soll mit der Geschädigten eine konfliktbelastete On-Off Beziehung geführt und deshalb den Entschluss gefasst haben, einen Frontalzusammenstoß zu verursachen, wobei er den Tod der Geschädigten zumindest billigend in Kauf genommen habe. Er habe daher sein Fahrzeug auf ca. 78 km/h beschleunigt und unmittelbar auf die Gegenfahrbahn gezogen, wobei es planmäßig zum Frontalzusammenstoß gekommen sei. „Der Angeklagte habe dabei heimtückisch und mit gemeingefährlichen Mitteln gehandelt, so dass die Tat als versuchter Mord zu werten sei“, heißt es in der Anklage.
Infolge der Kollision sei die Frau lebensgefährlich verletzt worden. Aufgrund einer Einblutung im Hirninneren und eines schweren Schädel-Hirn-Traumas musste sie in ein langanhaltendes Wachkoma versetzt werden. Sie lebt heute in einer Pflegeeinrichtung. Von dem Angeklagten soll sie zuvor bereits mehrfach bedroht worden sein.
Im Prozess sagten unter anderem Ersthelfer, Notfallsanitäter und Polizisten aus.
Der Angeklagte befindet sich aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Waren vom 26. November 2025 in Untersuchungshaft. Er zog mit seiner Familie nach dem Unfall aus Waren weg.







