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Warens „Möwe“ flattert in Richtung Erweiterung

20. August 2015

Moe11Gut vier Jahre, nachdem das Warener Traditionsunternehmen „Möwe“ kurz vor dem endgültigen „Absturz“ stand, plant die Geschäftsführung eine Erweiterung ihrer Betriebsstätte, um neue Produktvarianten anzubieten und will damit auch neue Jobs schaffen.

Moe8„Möwe ist ein Traditionsunternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern, das seit mehr als 60 Jahren in Waren produziert und Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe schafft. Mit neuen Produkten soll das Angebot ausgebaut werden. Investiert wird auch in neue Maschinen. Neun neue Arbeitsplätze entstehen nach Abschluss der Arbeiten vor Ort. 33 Jobs werden gesichert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe .

Nach Angaben des Unternehmens ist vorgesehen, zukünftig sehr spezielle Teigwaren anzubieten, die vorrangig für Großverbraucher und die Gastronomie bestimmt sind. Um diesen Markt bedienen zu können, investiert die Möwe Teigwaren GmbH unter anderem in neue Verpackungsmaschinen, Lüftungstechnik und einen Dampferzeuger. Der als Produktionsrohstoff dienende Weichweizengrieß soll aus regionalem Anbau bezogen werden.

Die Gesamtinvestition in Höhe von 1,75 Millionen Euro wird vom Schweriner Wirtschaftsministerium in Höhe von knapp 442 000 Euro unterstützt.

Mecklenburger schaffen nur zwei Kilo Nudeln im Jahr

Moe102011 wollte sich der spanische Konzern, zu dem die „Möwe“ seinerzeit gehörte, des weit abgelegenen Betriebes an der Müritz entledigen eine Schließung stand kurz davor. Doch Geschäftsführer Wolfgang Sengewisch, seit 1989 an der Spitze der Firma,  gab nicht auf, sondern übernahm das traditionsreiche Teigwarenwerk. Einen Schritt, den er trotz aller Schwierigkeiten bis heute nach eigenen Angaben nicht bereut hat. Und das, obwohl die Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns durchschnittlich nur zwei Kilo Nudeln im Jahr essen. Zum Vergleich: Deutschlandweit sind’s 8 Kilo pro Kopf, die Schwaben schaffen 13 bis 16 Kilo und die Italiener satte 26.

Moe3Doch die „Möwe“ hat ihren Markt gefunden. Rund 60 Tonnen Nudeln, also 600 000 Portionen, verlassen das Werk am Alten Bahndamm täglich. In Deutschland liegen die „Himmlischen“ und „Meine Liebsten“ im Nordosten mit den Großstädten Berlin und Hamburg in den Verkaufsregalen.
Aber auch im Ausland weiß man die Nudel von der Müritz zu schätzen. In Skandinavien, dem Baltikum, in den Benelux-Länder, aber auch in Kanada, den USA, in Japan und China kochen „Möwe“-Nudeln in den Töpfen. Darüber hinaus „verschwinden“ viele Nudeln aus Waren in den verschiedensten Fertiggerichten.
Und sogar nach Israel hat die Warener Firma unlängst geliefert. Ganz besondere Nudeln, denn die mussten koscher sein, um den Gesetzen der jüdischen Kunden gerecht zu werden. „Um das Koscher-Zertifikat zu bekommen, muss man besondere Anforderungen erfüllen“, so Wolfgang Sengewisch.

„Die Wege unserer Rohstoffe können genau zurückverfolgt werden. Wir wissen, welches Ei und welcher Hartweizen in welcher Packung Nudeln steckt“, berichtet der Geschäftsführer. Bei rund 350 000 Eier, die in der „Möwe“ in nur einer Woche verbraucht werden, ein Riesen-Aufwand. Denn jedes Ei wird registriert.


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