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FDP/MUG: Strandschließung von MareMüritz nicht rechtens

12. Juni 2020

Die Sperrung des Strandes ist nach Einschätzung der FDP/MUG- Fraktion mit den vertraglichen Rahmenbedingungen zwischen Stadt und 12.18. MareMüritz ausgeschlossen. Innerhalb des sogenannten Durchführungsvertrages finde sich eine durch beide Vertragsparteien unterzeichnete und gleichzeitig eindeutige Formulierung, die eine Sperrung ausschließe.
Hier heiße es konkret: „Die öffentliche Zugänglichkeit der Uferbereiche wird im gesamten Anlagengebiet gewährleistet.“

Die FDP/MUG-Fraktion erkenne durchaus an, dass die Betreiber ein vorrangiges Interesse der Nutzung bei den eigenen Feriengästen sehen. Dies sei aus unternehmerischer Sicht vollkommen verständlich und nachvollziehbar.

Die Stadtvertretung habe im Zuge der Diskussionen deutlich gemacht, dass eine Sperrung der wasserseitigen Bereiche für die Öffentlichkeit ausgeschlossen sei. Zu keinem Zeitpunkt habe es den erklärten Willen der Stadtvertretung gegeben, etwaige Bereiche einer privaten Nutzung in Form eines Privatstrandes zuzuführen. Diesem Anliegen seien die Investoren ohne Widerspruch gefolgt und hätten ihr Einverständnis durch Unterschriftsleistung erklärt.

Vor diesem Hintergrund und der Sensibilität der entsprechenden Flächen für die Allgemeinheit sei demnach eine Sperrung durch die 12.18. MareMüritz – Yachthafenresort und Spa GmbH & Co.KG nicht möglich und unverzüglich zu beenden.

Die FDP/MUG-Fraktion gehe davon aus, dass die Betreiber vor dem Hintergrund der eigens unterschriebenen Verträge an einer weiteren Sperrung nicht festhalten und diesen Bereich auch für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Update: Unterdessen hat Bürgermeister Norbert Möller erklärt, dass es bei der öffentlichenZugänglichkeit im Vertrag um den Wanderweg gehe und der sei vorhanden. Trotzdem kündigte er Gespräche mit den Betreibern an, um eine einvernehmliche Lösung zu finden.


11 Antworten zu “FDP/MUG: Strandschließung von MareMüritz nicht rechtens”

  1. Liz sagt:

    Toll Herr Möller – so klappt es sicher mit der Akzeptanz bei den Warenern. Nur ein schmaler Weg durch und rechts und links davon ist für uns gesperrt. Was bittes soll das?

  2. Warener Bürgerin sagt:

    Ich kann die Betreiber total verstehen. Ich bin selbst Warenerin und sehe ständig überall Müll und Unrat in unserer Stadt und in der schönen Natur. Scheinbar leben hier auch sehr viele Vollidioten, die man eben fernhalten möchte. Die Reaktion des Betreibers ist absolut nachvollziehbar. Der Rundweg genügt und es gibt für die Warener genügend Badestellen – wenn diese alle so belassen werden und nicht von der Stadt eingeschränkt werden!!! Der Strand vor dem MareMüritz ist neu und keinem Warener Bürger wird etwas fehlen, denn bisher gab es diesen Strand nicht. Also entspannt euch mal alle. Wenn ihr zahlungskräftige Gäste in die Region locken wollt, dann bietet ihnen auch etwas…dazu gehört auch ein kleiner Abschnitt vor dem Anwesen, der mal nicht verdreckt wird. Und statt immer nur zu meckern, was dem Mecklenburger Sturkopf scheinbar sehr viel Spaß macht, sammelt doch einfach mal allesamt Müll und erzieht euch + eure Kinder zu Naturliebhabern.

    • Fischers Fritz sagt:

      Ich behaupte:
      Menschen, die ihren Müll einfach so an einem Sandstrand liegen lassen, werden nicht durch Schilder aufgehalten.
      Die lesen diese Schilder doch nicht einmal.

      Nächste Eskalationsstufe wäre damit ein Zaun um den Strand am Mare Müritz mit Tor und Schlüssel haben nur die Gäste.

      Will man sowas in Waren?
      Ich nicht!

  3. Edgar sagt:

    Achtung dieser Abschnitt sollt unbedingt der Öffentlichkeit weiter zugänglich bleiben . Keiner kann 5 , 10 oder länger voraus schauen . Und wenn es erstmal zugemacht wird ist ein zurück nicht mehr möglich . Bitte kein Ausverkauf unser Stadt ….. Herr Möller bitte zeigen Sie mal Rückrad .

  4. MH sagt:

    Nicht nur in Waren gibt es Vollidioten,einige Urlauber sind es auch!

    • Warener Bürgerin sagt:

      Das bezweifle ich nicht. Aber ein Ort wie Waren, der so stark auf den Tourismus baut, muss sich eben etwas einfallen lassen, um Anwohner und Urlauber gleichermaßen glücklich zu machen. Wer das eine will, muss das andere auch hinnehmen. Dazu gehört in diesem Fall eben auch ein kleiner Abschnitt vor der Anlage, den man eben den Urlaubern zugesteht. Dafür braucht es keinen Zaun, sondern vielleicht einfach nur etwas Großzügigkeit und Verstand von allen Seiten. Der Strand ist neu und es wird niemandem etwas weggenommen. Gleichermaßen erwarte ich aber auch von der Stadt Großzügigkeit und Verstand in Bezug auf alle Badestellen, die die Warener seit Jahrzehnten nutzen. Kleine Badestellen an Feisneck und Tiefwarensee müssen erhalten bleiben und nicht verboten werden. Solange die Anzahl der Badestellen konstant bleibt, sollte man diese den Anwohnern gönnen.

      • Uli sagt:

        Das ist so nicht ganz richtig,

        Wenn immer mehr Urlauber nach Waren kommen, dann werden auch die vorhandenen Strände immer voller.
        Jeder neue Strand, egal ob an der Müritz, Feisneck, am Tiefwarensee, oder Kölpinsee reduziert dann die Dichte an Menschen (Urlauber + Einheimische) an den vorhandenen Stränden.
        Daher ist es eben nicht in Ordnung, wenn ein neuer Strand nur Touristen vorenthalten wird.
        Die Möglichkeit für neue Strände ist nämlich begrenzt an den Ufern der Seen in unserer Region. (Nationalpark, Schilfgürtel, geschützte Bereiche und Bootsschuppen begrenzen die Strandentstehung)

  5. W sagt:

    Gut erkennbar, für wen Herrn Möllers Herz schlägt. Klasse gemacht im Wahlkampf und weiter so.

  6. Christel sagt:

    Meinetwegen müssen hier nicht nochmehr Urlauber “hergelockt” werden, die können sich nähmlich manchmal auch nicht benehmen und man hat jetzt schon das Gefühl die Stadt platzt aus allen Nähten und als Einheimischer wäre man völlig fehl am Platz…

  7. P.S. sagt:

    FDP/MUG oder Moeller nicht ein Wort glaube ich euch mehr.

  8. Patric sagt:

    seitdem Hr. Möller Bürgermeister ist, werden in Waren alle freien Flächen an große Träger verkauft. Wir haben mittlerweile Verhältnisse wie in den südlichen Ländern. Bald musst du für alles Eintritt zahlen. Es ist nicht der erste Strandabschnitt der hier für Einheimische gesperrt wurde. In Klink hat die Rehaklinik auch so ein tolles Schild stehen. Allerdings dürfen da ja noch die Mitarbeiter baden gehen. Ich frage mich nur wann das Stück vom Papenberg zur Feisneck bebaut wird. Da sollte schließlich ein großes Aquadrom hin wo ich sagen muss was soll der Quatsch aber der Betreiber hat Gott sei Dank nicht die Bestimmungen einhalten können.