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Wasserpegel nach wie vor kein Grund zur Besorgnis

24. Oktober 2018

Der Wasserstand der Müritz ist – wie man sehen kann – im Vergleich zum Frühjahr sehr stark gesunken. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Der im Hitze-Sommer starke Rückgang hat sich im letzten Monat etwas abgeflacht. Das geht aus dem sogenannten Pegel-Portal MV hervor, wie ein Sprecher des Staatlichen Amtes für Umwelt und Landwirtschaft gegenüber „Wir sind Müritzer“ erklärte. So liegen die Pegel der Müritz-Elde-Wasserstraße und der Müritz-Havel-Wasserstraße zwischen 1,58 und 1,53 Metern – ähnlich wie im Supersommerjahr 2003.

Das liege zwar schon etwa 10 Zentimeter unter dem eigentlichen „unteren Stauziel“ von 1,65 Metern, sei aber kein Anlass zu übergroßer Sorge – auch wenn sich Motorboote gelegentlich festfahren oder Grundberührung hätten. Das passiert aber meist nur, wenn sie von der Fahrrine abweichen.

Zum Glück komme nun die dunkle Jahreszeit, hieß es. Damit geht die Verdunstung stark zurück, die fast zwei Drittel des Wasserverlustes der riesigen Mecklenburger Oberseen ausmacht. Der andere, kleinere Teil fließt ganz langsam und stetig vor allem nach Süden ab, weil es alte Wasserwirtschaftsverträge über Wassermengen gibt, die abzugeben sind.

Ihre niedrigsten Wasserstände hatten die Müritz und die mit ihr verbundenen Gewässer 1959 und 1989 mit 1,28 Meter. Tiefer als 1,50 Meter lag der Wasserstand auch 1971, 1976 und 1982.

Neben den Landwirten warten auch Gärtner und Fischer auf längere Regenperioden, die die Felder feuchter und die Seen wieder voller machen. Als Vergleich: Im Herbst 2017 lag der Pegel nach dem Regensommer 2017 bei 1,94 Meter und stieg dann durch den Winter und den nassen Schnee noch zu Ostern in diesem Jahr auf mehr als 2,28 Meter, was sehr hoch war. Insofern waren der Sommer und der ebenfalls regenarme Herbst 2018 schon Rekord-Trockenzeiten.

Orientierung zu Wasserständen und -abflüssen in Mecklenburg-Vorpommern bietet das Pegelportal M-V: http://pegelportal-mv.de/pegel_mv.html


Eine Antwort zu “Wasserpegel nach wie vor kein Grund zur Besorgnis”

  1. Kopfschüttelnder Leser sagt:

    So niedrig habe ich den Wasserstand bei uns im Jabeler See noch nicht erlebt. Und er sinkt immer noch. Der klägliche Rest des kaputt geschützten Schilfgürtels steht auf dem Trockenen. Das Schilf reinigt das Wasser und trägt Sauerstoff ein. Kann es aber nicht, wenn es nicht im Wasser steht. Die Laichgründe der Fische stehen ebenfalls nicht zur Verfügung und werden auch im Frühjahr noch nicht unter Wasser stehen, um nur etwas aufzuzählen. Wer meint, dies und mehr sind keine Schäden, hat entweder keine Ahnung oder lügt wissentlich. Der Wasserstand ist katastrophal.

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